Der Petersee und das Stedtlinger Moor

Moore sind Feuchtgebiete, in dessen nasser Bodenschicht Torf gebildet und angereichert wird. Moore stellen aufgrund der konservierenden Eigenschaft ihrer aufbauenden Torfe wertvolle Archive der Vegetations- und Kulturgeschichte dar.

Die geologische Entstehungsgeschichte der beiden Moore „Petersee“ und „Stedtlinger Moor“ sind gleichartig.

Der Petersee liegt ca. 2 km westlich von Stedtlingen und ist wie das „Stedtlinger Moor“ ein echtes Hochmoor mit einer Mächtigkeit von 7m. Der Petersee erstreckt sich über eine Fläche von 220m x 120m und besitzt eine offene Wasserfläche. Bereits 1940 wurde der Petersee als Naturdenkmal erklärt. Nach der zeitweiligen Sicherung im Jahre 1956 wurde er 1990 Bestandteil des Naturschutzgebietes „Bischofswaldung mit Stedtlinger Moor“.

Das Stedtlinger Moor liegt ca. 1km westlich von Stedtlingen und umfasst eine Fläche von ca. 200x150m. Im Untergrund stehen Ablagerungen des mittleren Bundsandsteins (Chirotheriensandstein), welche mit ihren Verwitterungsprodukten die Ursache für die Entstehung des Hochmoores sind. Der mittlere Bundsandstein verwittert zu lockerem Sand, der mit tonigen Zwischenablagen den Untergrund versiegelt und eine schüsselartige zum Untergrund abgedichtete  Hohlform bildet, in der sich das Wasser sammelt. Bei ausreichendem Niederschlag sind dies perfekte Voraussetzungen für die Entstehung eines Hochmoores.

Das Stedtlinger Moor weist eine für Hochmoore typische Flora und Fauna auf, die auf extreme Bedingungen spezialisiert sind. Neben kleinen Bulten und Schlenken umfasst der Bewuchs an der Oberfläche des Moores u.a. Birken, Faulbaum, rundblättrigen Sonnentau, Moosbeere und Wollgras.

 

Petersee


Zurück zur Karten-Übersicht

Zur Übersichtsliste aller Wege & Strecken

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren