Schilfsandstein bei Eyershausen

Der Schilfsandstein entstand aus sandigen Flussablagerungen des Keupers (Trias) vor etwa 225 Mio. Jahren. Das Germanische Becken wurde in dieser Zeit von zahlreichen Flusssystemen durchzogen. Die Flüsse schnitten sich teilweise sehr tief in den Untergrund ein und bildeten dadurch Rinnen, in denen später Sand abgelagert wurde. Daraus entstanden die sogenannten Sandsteinstränge. Später wurde das gesamte Gebiet von Sandstein überlagert.

In dem kleinen, versteckt gelegenen Steinbruch bei Eyershausen, einem Stadtteil von Bad Königshofen i. Gr., wurde der feinkörnige, gelblich-grüne Schilfsandstein abgebaut. Er fand in Franken vielfach beim Häuserbau Verwendung. Die Arbeiter des Steinbruchs meißelten Jahreszahlen in die Wände, aus denen man heute noch ablesen kann, wann der Steinbruch in Betrieb war.

Den Namen Schilfsandstein verdankt das Gestein Abdrücken von fossilen Schachtelhalmen und Farnen, die für Schilf gehalten wurden. Heute ist die Bezeichnung nicht mehr gebräuchlich und wurde durch den Begriff „Stuttgart-Formation“ ersetzt.

Der Schilfsandstein bei Eyershausen ist ein Standort der geologischen Route des Naturparks Haßberge (Exkursionspunkt 13a). Vor Ort informiert eine Tafel über seine Entstehung.

Kontakt
Tourist-Information Haßberge
Obere Senningstr. 4
97461 Hofheim i. Ufr.
Tel. 09523 / 922925
www.hassberge-tourismus.de


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