Saalewiesen – Salzwiese

Auf den Saalewiesen zwischen Bad Neustadt a. d. Saale und Salz tritt an mehreren Stellen salzhaltiges Wasser aus 600 m Tiefe zutage. Das Salz wurde im Perm zur Zeit des Zechsteins vor 240 bis 225 Mio. Jahren abgelagert. Es wird heute in Wasser gelöst, das dann an die Oberfläche steigt.

Salz ist für viele Pflanzenarten giftig. Es gibt aber Arten, die sich daran angepasst und Strategien entwickelt haben, mit dem Salz umzugehen. So gibt es Pflanzen, die das Salz über Drüsen ausscheiden. Andere lagern es in Haare oder Blätter ein, die sie anschließend abwerfen. Salztolerante Pflanzenarten, die auf den Saalewiesen vorkommen, sind z. B. der Salzdreizack und die Salzbinse.
Entlang der Saale haben sich natürliche Salzwiesen ausgebildet, die wir ansonsten von der Nordseeküste kennen.

Die Saalewiesen beherbergen nicht nur eine besondere Pflanzenwelt. Sie haben außerdem eine große Bedeutung für Brut- und Zugvögel. Im Frühjahr, wenn die Saale wegen der Schneeschmelze Hochwasser führt und über die Ufer tritt, verwandeln sich die Wiesen in eine große Wasserfläche. Hier rasten zahlreiche Zugvögel auf ihrem Weg in die nördlichen Brutgebiete. Im Sommer nutzen Wiesenbrüter das Gebiet, darunter sehr seltene und schützenswerte Arten wie der Wachtelkönig.

Natürliche Salzwiesen sind im Binnenland sehr selten. In Süddeutschland sind sie nur noch an der Saale zu finden. Deshalb sind 155 ha der Saalewiesen zwischen Bad Neustadt a. d. Saale und Salz seit 1999 als Naturschutzgebiet geschützt. Sie gehören außerdem zum europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000.

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Tourismus und Stadtmarketing Bad Neustadt GmbH
Rathausgasse 2
97616 Bad Neustadt/Saale
Tel. 09771 / 9106800
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