Ehemaliger Basaltbruch Sodenberg

Der Sodenberg ist der südlichste Vulkanausläufer der Rhön und zeigt heute einen abgesicherten Basaltabbaukrater von über 200 m Durchmesser mit einer Wander-Informationshütte zur besonderen Flora und Fauna im heutigen Naturschutzgebiet Sodenberg-Gans.
Der ehemalige Vulkankegel ist zur Zeit des Rhön-Vulkanismus vor 30 bis 10 Mio. Jahren entstanden. Mit 481 m ist er der höchste Berg der südlichen Vorrhön.

Von 1904 bis 1958 wurde im Basaltwerk Sodenberg/Morlesau Basalt abgebaut. Ganz in der Nähe standen Brechergebäude, eine Maschinenhalle und ein Kantinengebäude, in dem bis zu 200 Arbeiter versorgt werden konnten. Daran lässt sich ablesen, dass der Basaltabbau ein wichtiger Wirtschaftszweig war und viele Arbeitsplätze schuf. Der Basalt wurde über eine Seilbahn nach Morlesau transportiert und dort auf die Bahn verladen.

Mit dem Basalt verschwand auch die Ruine der Burg Kilian, die schon seit 1660 nicht mehr bewohnt und bereits verfallen war. Der Abbaukrater war letztendlich 70 m tief. Der Steinbruch wurde 1958 geschlossen, weil die Gefahren durch Steinschlag zu groß geworden waren. Danach gab es Pläne, den Krater als Wasserspeicher für ein Pumpspeicherwerk zu nutzen. Sie scheiterten jedoch an der Durchlässigkeit des Gesteins. Daher sind am Sodenberg auch heute noch die Spuren des Basaltabbaus gut zu erkennen.

Der Basaltkegel Sodenberg liegt eingebettet in einer Muschelkalklandschaft mit zahlreichen großen Blockschutthalden. Auf dem Boden, der aus dem Muschelkalk entstanden ist, gedeihen heute Kalkmagerrasen mit zahlreichen seltenen Pflanzenarten. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch im Frühling, zur Blütezeit des leuchtend gelb blühenden Frühlings-Adonisröschens (Adonis vernalis). Damit die wertvollen Lebensräume erhalten bleiben, wurden sie als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Kontakt:
Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge
Rhönstr. 97
97772 Wildflecken-Oberbach
Tel. 09749 / 91220

Öffnungszeiten:
Nov. - März: 10.00 - 16.00 Uhr
April - Okt.: 10.00 - 17.00 Uhr
Montag Ruhetag (Die Touristinformation ist auch an Montagen besetzt.)
Eintritt frei!


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