Hammelberg bei Hammelburg

„MainMuschelkalk – Weinberge und Streuobst auf Muschelkalk“ – so nennt sich das LIFE-Projekt, das im Mai 2013 ins Leben gerufen wurde, sich von Würzburg über Main-Spessart bis nach Bad Kissingen erstreckt und von der EU gefördert wird. Insgesamt werden dafür 2,6 Mio. Euro veranschlagt, von denen die EU die Hälfte übernimmt.

Ziel ist es, auf etwa 4.640 Hektar vom Main bis ins Saaletal die wertvolle Kulturlandschaft am Main mit seinen Nebenflüssen, wie der Fränkischen Saale bei Hammelburg, mit ihrer biologischen Vielfalt zu erhalten und gegebenenfalls wiederherzustellen. Die Flächen werden gekauft oder gepachtet und dann umweltschonend genutzt.

Dazu gehören beispielsweise Trocken- und Magerrasen, die auf dem Muschelkalk entstanden sind. Sie müssen regelmäßig gepflegt werden, damit sie erhalten bleiben. Im Bereich des Hammelbergs sorgt unter anderem eine Ziegenherde dafür, dass die Flächen offen bleiben und nicht verbuschen.

 

Schützenswerter Lebensraum mit hoher Artenvielfalt

Zu den schützenswerten Lebensräumen gehören auch lichte Waldränder und Streuobstwiesen, die eine enorme Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten beherbergen, darunter Kostbarkeiten wie den Schmetterling „Spanische Flagge“ oder die Orchidee „Frauenschuh“. Einen ganz besonderen Lebensraum stellen auch die Steinmauern in den Weinbergen dar, in deren Nischen Reptilien wie die Schlingnatter oder die Zauneidechse ein Zuhause finden. Etwa 500 m Weinbergsmauern wurden wieder aufgebaut.

Empfehlenswert ist der etwa 5 km lange Rundweg. Er führt vorbei an alten Weinbergen und Streuobstwiesen am Saaletalhang, durch alte Triften und Brachen, vorbei an verbliebenen Hangterrassierungen mit Hutungen auf den Gipfel des Hammelbergs. Dort bietet sich ein Blick in das weite Saaletal. Entlang der trockenliebenden Laubwaldpartien geht es wieder zurück ins Tal.

Ein Stein mit der besonderen Geschmacksnote

Der Muschelkalk wird auch im Weinbau sehr geschätzt, denn sein Terroir bringt Wein mit besonderen Geschmacksnoten hervor. Das Projekt sieht vor, dass zwei Musterweinberge nach historischem Vorbild naturschonend bewirtschaftet werden. Sie sollen als Modell für die nachhaltige Bewirtschaftung von weiteren Weinbergen dienen.


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