Luitpoldsprudel bei Großenbrach

Der Luitpoldsprudel ist eine der sieben Heilquellen von Bad Kissingen. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei Bohrungen nach Kalisalzen entdeckt und nach dem Prinzregenten Luitpold II. benannt. Seine Entnahmestelle liegt bei Großenbrach. Dieser Luitpoldsprudel „Alt“ ist ein sogenannter „eisenhaltiger Natrium-Calcium-Chlorid-Hydrocarbonat-Sulfat-Säuerling“ und wird bei Trinkkuren eingesetzt. Er gilt als besonders wertvoll, weil das Eisen in einer Form enthalten ist, die sehr gut vom Körper aufgenommen wird.

Der Luitpoldsprudel „Neu“ wird bei Badekuren eingesetzt. Er wurde im Jahr 1986 gebohrt und beim Bad Kissinger Stadtteil Kleinbrach erschlossen und 1999 in einer sehr aufwendigen Baumaßnahme gegenüber dem vorherigen Standort um einige Meter versetzt. Neben dem historischen Förderturm besteht auch noch das frühere Brunnengebäude, in dem eine kleine Ausstellung eingerichtet wurde. Mehrere Infotafeln erläutern mit Hilfe von Schaubildern die Entstehung der Heilquellen und die Geschichte des Luitpoldsprudels, den man hier auch verkosten kann. Die Anlage ist im Winterhalbjahr geschlossen.

Wie bei den anderen Heilquellen der Region stammen die Mineralsalze, die im Heilwasser gelöst sind, aus einer 100 m dicken Salzschicht im Untergrund. Die Salze wurden zur Zeit des Zechsteins im Perm vor 240 bis 225 Mio. Jahren abgelagert. Wasser, das im Untergrund fließt, löst sie wieder und reichert sich zudem – wenn es außerdem durch vulkanisches Gestein fließt – mit Kohlensäure an. Wenn die wasserführenden Schichten angebohrt werden, sprudelt es häufig durch den Druck der eigenen Kohlensäure nach oben.

Kontakt:
Kur- und Tourist-Information
Bayerische Staatsbad GmbH im Luitpoldbad
Am Kurgarten 1
97688 Bad Kissingen
Tel. 0971 / 8048-211
Service-Telefon: 0800 / 9768800
www.badkissingen.de

Technische Daten des Brunnens „Alt“
Lage der Entnahmestelle: Großenbrach
Gesamttiefe: 253,00 m
Durchmesser: 400 mm
Entnahme: ca. 60 l/Min.
Entdeckung: 1906 - 1908

Technische Daten des Brunnens „Neu“
Lage der Entnahmestelle: Stadtteil Kleinbrach
Gesamttiefe: 581,10 m
Durchmesser: 400 mm
Entnahme: ca. 30 l/Min.
Entdeckung: 1985


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