Geotop Basaltbruch am Lindenstumpf

Sind Sie schon einmal über die Autobahn A7 in die Rhön gefahren? Dann sind Sie dem Basalt aus dem Steinbruch am Lindenstumpf bereits sehr nah gekommen. Der Basaltbruch wurde eigens für den Bau dieser Autobahn errichtet. Von 1965 bis 1968 versorgte er die Baustelle mit dem benötigten Schotter.

Dank des Steinbruchs ist der Berg „aufgeschnitten“ und wir können in sein Inneres schauen. Die Basaltsäulen sind Zeugen des Rhön-Vulkanismus und vor etwa 22 Mio. Jahren entstanden. Zu dieser Zeit stieg hier glühendes, flüssiges Gestein (Magma) aus dem Erdinneren empor und bildete in einem Vulkankrater einen Lava-See. Es kühlte nur langsam ab, sodass sich die typischen vier- bis sechseckigen Säulen bilden konnten. Sie sind zur Mitte hin ansteigend angeordnet, was als „Meilerstellung“ bezeichnet wird, weil es an einen Kohlenmeiler erinnert.

Neben dem schwarzen Basalt findet man im Steinbruch auch Tuffe und Schlacken. Sie weisen darauf hin, dass es auch explosive Ausbruchsphasen gab, in denen Gesteinsmaterial durch die Luft geschleudert wurde. Es bildete den Krater, der sich später mit Lava füllte.

Der Basaltbruch am Lindenstumpf ist eines von „Bayerns schönsten Geotopen“, eine Auszeichnung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Vor Ort werden auf einer Infotafel anschaulich der Rhön-Vulkanismus, die Entstehung der Basaltsäulen und die Geschichte des Steinbruchs erläutert.

Das Geotop ist ein geschützter Landschaftsbestandteil. Bitte bleiben Sie auf den Wegen!

Kontakt:
Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge
Rhönstr. 97
97772 Wildflecken-Oberbach
Tel. 09749 / 91220

Öffnungszeiten:
Nov. - März: 10.00 - 16.00 Uhr
April - Okt.: 10.00 - 17.00 Uhr
Montag Ruhetag (Die Touristinformation ist auch an Montagen besetzt.)
Eintritt frei!

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Haunstetter Str. 112
86161 Augsburg
Tel. 0821 / 90710
www.lfu.bayern.de


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