Aufschluss Schwerspat

Am Großen Auersberg wurde bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein unter Tage Baryt (Bariumsulfat BaSO4), auch Schwerspat genannt, geschürft. Er ist stellenweise aber auch an der Oberfläche zu finden, beispielsweise am Aufschluss Schwerspatkopf. Dieser liegt im Wald und ist vom Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge über einen etwa 3,5 km langen Weg erreichbar (festes Schuhwerk erforderlich).

Der Baryt liegt hier in den Schichten des Mittleren Buntsandsteins, der in der Trias abgelagert wurde. Er ist wahrscheinlich hydrothermal entstanden. Das heißt, er wurde aus wässrigen Lösungen ausgefällt und in bereits vorhandenen Gängen und Klüften des Gesteins angereichert. Die linsenförmigen Barytgänge sind bis zu 9 m mächtig (meist 2-4 m) und 50 m lang. Sie sind an zahlreichen Stellen von Basaltschloten durchbrochen. Hier ist flüssiges Magma aus dem Erdinneren nach oben gestiegen und hat die Sandsteinschichten und Barytgänge dabei durchdrungen.

Reine Barytkristalle sind farblos und durchscheinend. Baryt wird auch Schwerspat genannt, weil er eine sehr hohe Dichte aufweist. Mit 4,5 g/cm³ ist er vergleichsweise schwer. Das macht ihn zu einem wertvollen Rohstoff mit verschiedenen Anwendungsbereichen, z. B. als Zusatzstoff in strahlungssicherem Beton oder als Kontrastmittel beim Röntgen.

Ganz in der Nähe befindet sich der Schwerspat/Baryt-Schaustollen „Grube Marie“, der mit einer Sonderausstellung und Informationstafeln über den hiesigen Barytabbau informiert. Der Weg dorthin ist beschildert.

Kontakt
Biosphärenzentrum Haus der Schwarzen Berge
Rhönstr. 97
97772 Wildflecken-Oberbach
Tel. 09749 / 91220

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 8 - 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 10 - 17 Uhr

Das Biosphärenzentrum Haus der Schwarzen Berge ist an folgenden Tagen im Jahr geschlossen: Heiliger Abend (24.12.), 1.und 2. Weihnachtsfeiertag (25.12./26.12.), Silvester (31.12.), Neujahr (01.01.), Faschingsdienstag und Ostersonntag


Eintritt frei!

Schwerspat am Großen Auersberg

Eingang zur Grube Marie Foto: Claus Schenk


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