Lösershag – Basaltblockschutt und Wanderweg

Der 765 m hohe Gipfel des Lösershag ist Rest eines ehemaligen Vulkanschlotes. Auf der Wanderung dorthin kann man große Ansammlungen von Basaltgestein (sogenannte Basaltblockmeere) bewundern. Sie sind Zeugen des Vulkanismus vor 30 bis 10 Mio. Jahren. In der Rhön erreichte das glutflüssige Magma aus dem Erdinneren nicht immer die Oberfläche, sondern kühlte bereits im Vulkanschlot ab und erstarrte zu Basalt. Dabei entstanden die typischen 5-6-eckigen schwarzen Säulen.

Mit der Zeit verwitterten die umliegenden Gesteinsschichten und wurden abgetragen. Auch weichere Gesteine unterhalb der Basaltlager wurden ausgewaschen. Der Basalt brach immer wieder in großen Blöcken ab und rutschte den Hang hinab. So entstanden mit der Zeit die Basaltblockmeere. Je stärker die Verwitterung ihnen zusetzen konnte, desto kleiner sind die Blöcke.

Basaltblockmeere sind von Natur aus zunächst waldfrei. Nur wenige Spezialisten unter den Pflanzenarten können hier gedeihen. Dazu gehören Flechten und Moose, die den bloßen Stein überziehen. Nach und nach sammelt sich Humus an und auch andere Pflanzenarten, wie z. B. die Sommerlinde, können zwischen den Blöcken wurzeln. So entstehen Blockschuttwälder, die besonderen Schutz genießen, weil sie sehr selten sind und ganz besondere Lebensgemeinschaften beherbergen.

Die Basaltblockmeere vom Lösershag liegen in einem Waldgebiet, das seit über 50 Jahren nicht mehr genutzt und beeinträchtigt wird. Die Natur darf sich hier frei von menschlichen Einflüssen entwickeln und entfalten. Ein Zeichen dafür ist das Totholz, das im Wald verbleibt. Es ist Lebensraum zahlreicher Pilz- und Tierarten, die im und von dem Holz leben. Das Naturwaldreservat ist streng geschützt und als Kernzone im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ausgewiesen. Die Wege dürfen nicht verlassen werden. Ein Lehrpfad informiert in 8 Stationen über den „Urwald“ am Lösershag.

Basaltblockmeer am Löserhag

Wanderungen drumherum

Zu empfehlen ist auch der 12,1 km lange Premiumwanderweg „Basaltweg“, der ebenfalls an den naturkundlichen Highlights vorbeiführt.

Kontakt
Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge
Rhönstr. 97
97772 Wildflecken-Oberbach
Tel. 09749 / 91220

Öffnungszeiten:
Nov. - März: 10.00 - 16.00 Uhr
April - Okt.: 10.00 - 17.00 Uhr
Montag Ruhetag (Die Touristinformation ist auch an Montagen besetzt.)
Eintritt frei!

Alte urwüchsige Bäume machen den Urwald zum Urwald


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