Rotes Moor

Das Rote Moor ist das zweitgrößte Hochmoor der Rhön. Der ursprünglich über 50 Hektar große Torfkörper ist durch Abbau bis zum Jahr 1984 stark beeinträchtigt worden.
Das Rote Moor entwickelte sich auf undurchlässigen Tonen und Sanden, die nicht von den das Moor umgebenden Basaltdecken überflossen wurden. Die anderen Moore in der Hohen Rhön haben dagegen ihren Ursprung in abflusslosen Senken auf den Basaltdecken. Auf drei Seiten wird das Rote Moor von den Resten der Basaltdecken aus dem Miozän umgeben.

Die Moorbildung im Roten Moor hat in der letzten Kaltzeit (im späten Würm-Glazial) eingesetzt. So richtig in Gang gekommen ist sie aber erst nacheiszeitlich. Dies wird belegt durch eine Lage Laacher Bimstuffs aus der Eifel als wichtiger Markerhorizont in den Torfschichten von vor 12900 Jahren.

Die Entwicklung des Torfkörpers des Roten Moores begann mit einem Flachmoorstadium, das von einem kleinen Zentrum ausging. Das Moor breitete sich also von innen nach außen hangaufwärts aus. So blieb ein Gefälle erhalten, über das das Moor nach Süden entwässert. Ein mehrfaches Verlagern des Bachbettes, an dem das Moor seinen Ursprung nahm, verbreiterte die Basis der Moorbildung. Im Laufe der Jahrtausende wuchs das Moor unter Ausbildung verschiedener Stadien in die Breite und Höhe.

Nach einem so genannten Zwischenmoor-Stadium gegen Ende einer Zwischenkälteperiode im Holozän während der Eisenzeit um 500 v. Chr. setzte das Hochmoorstadium ein. Die Regeneration des Resthochmoors ist unmittelbar vom Lokalklima abhängig. Aufgrund seiner Lage in über 800 m Höhe übersteigt normalerweise die Niederschlagsmenge den Wasserverlust durch Abfluss und Verdunstung. Nicht ausreichende Niederschlagsmengen und lange Trockenperioden wie in den letzten Jahren begünstigen dagegen ein Austrocknen und beeinträchtigen damit die Moorregeneration.

Luftaufnahme vom Naturschutzgebiet Rotes Moor


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