Gusseiserner Brunnen am Marktplatz von Bischofsheim/Rhön

Die beiden gusseisernen Brunnen auf dem Marktplatz von Bischofsheim a. d. Rhön stammen aus dem 16. Jahrhundert und sind Zeugen der Eisenindustrie in der Rhön.

Schon vor etwa 500 Jahren wurde in der Rhön Eisenerz abgebaut. Anfangs wurden nur herumliegende Eisenerzbrocken eingesammelt, später auch Bergwerke und Stollen errichtet. Noch heute sind Spuren davon in der Landschaft zu finden: Pingen. Dies sind Einsturzkrater über ehemaligen Stollen und Gängen.

Größere Bedeutung bekam die Eisenerzindustrie im 16 Jahrhundert. Im Jahr 1502 wurde auf dem Holzberg nördlich von Bischofsheim/Rhön eine Eisenschmelze betrieben, von 1512 bis 1591 außerdem eine Glashütte. Im Jahr 1568 wurde ein Eisenhammer errichtet, eine Hammerschmiede, in der das Eisen verarbeitet wurde. Im Jahr 1595 kam ein Gießofen dazu.

Da die Eisenvorkommen in der Rhön aber nicht sehr ergiebig waren, erlosch der Wirtschaftszweig wieder. Auch wurde Holz knapp, das für die Verarbeitung des Eisens benötigt wurde. Der große Holzverbrauch führte zu den weitgehend waldfreien Flächen der Hochrhön, die bis heute als Grünland genutzt werden.

Eine fast fünfhundert Jahre alte Brunneneinfassung - Wertarbeit aus Bischofsheim!


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