FOS/BOS - Planspiel

Schüler der FOS/BOS nähern sich über ein Planspiel ihrem Ökologischen Fußabdruck
Handelsbeziehungen mit Chakaland

Die Welt ist ungerecht, oder besser: Die Güter der Welt sind ungerecht verteilt. Die einen haben die Rohstoffe, die anderen das Know-how um diese zu verarbeiten. Aber die einen sind nichtsdestotrotz von den anderen abhängig. In einem Planspiel versuchten sich die Elftklässer der FOS/BOS am globalen Wirtschaften. Eine Aktion des Projekts Biosphärenreservat an Schulen.

Die Landkarte der Phantasiewelt ist ein Fußdruck: Chakaland ist darauf dargestellt. Chakaland ist der Fuß, die Zehen heißen Bastilien, Askaban, Central-Askaban, Blumipol und Citronien. Alles Staaten die mehr oder weniger mit Reichtümern gesegnet sind. Die einen haben die Rohstoffe, die anderen wissen, wie man diese Gewinn bringend verarbeiten und veräußern kann. Doch um dies zu bewerkstelligen sind Handelsbeziehungen notwendig. Und genau da setzte das Planspiel ein, dass die Mitarbeiterinnen des Biosphärenreservats Rhön, Jiska Troppenz und Eva Kalla, den beiden elften Klassen der Fachober- und Berufsoberschule mitgebracht hatten. Ein durchaus nicht einfaches spielerisches Konstrukt, das sich erst im Spielverlauf für die Teilnehmer erschloss. Doch genau so sollte es auch sein. Nur wer genau überlegte innerhalb seiner Gruppe, also seines Staates, der schaffte es Punkte zu sammeln die anschließend addiert wurden. Wer die meisten Punkte respektive Taler hatte, der war der Sieger. Doch allein ums Gewinnen ging es gar nicht.

Das Projekt Biosphärenreservat an Schulen setzt sich mit der Problematik des globalen Wachstums auseinander, soll Schüler für nachhaltigen Konsum begeistern und ihnen das bewusstere Leben und Wirtschaften näher bringen. Und auch die Abhängigkeitsverhältnisse der Länder symbolisieren. Manche Länder hatten in dem Planspiel, das von der Umweltbildung Bayern im Erlebnisnetzwerk Mensch-Natur-Zukunft initiiert wurde, mehr oder weniger an Verhandlungsbasis. Mit unterschiedlichen Papieren, einer oder eben keiner Schere ließen sich im Planspiel erst nach Wirtschaftsverhandlungen Lebensmittel produzieren, oder auch Luxusgüter wie Autos. Wie das Ganze dann auch noch ökologisch vertretbar in einen Fußabdruck passte, das diskutierten die Schüler nach Ende des Spiels. Und stellten fest, dass man neben Chakaland-Talern auch noch jede Menge für die Phantasieumwelt und den eigenen ökologischen Fußabdruck tun kann.

Bad Neustadt

Text: Stefan Kritzer

 

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Foto: Anand Anders

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