Hauptschule -Filzen

Mit Filzbällen gegen den Klimawandel
Wie man dank des Rhönschafs jede Menge Wasser sparen könnte

Wo kommt eigentlich mein T-Shirt her und wie wird es hergestellt? Solche Fragen stellten sich die Klasse 6c der Hauptschule. Und erlebten in diesem Zusammenhang, dass man zwar mit den eigenen Händen Stoff herstellen kann, man hierfür aber jede Menge Geduld braucht.

Seifige Finger hatten die Sechstklässler der Hauptschule in ihrem Modellierraum. Aber trotzdem viel Spaß beim Filzen von Jonglierbällen und Kugeln. Angeregt hatte die etwas andere Schulstunde Eva Kalla vom Biosphärenreservat Rhön.

Die Filzstunde samt Vorbereitung gehört zu einem der acht Projekte des Biosphärenreservats an Neustädter Schulen zum Thema nachhaltiger Konsum. Gemeinsam mit Sozialbetreuerin Anke Marstaller und Eva Kalla beschäftigten sich die Schüler intensiv mit der Herstellung von Textilien.

Und lernten dabei eine ganze Menge. Gerade der Anbau von Baumwolle verbraucht große Mengen Wasser, zudem werden irrsinnige Mengen an Pestiziden eingesetzt. Gut für das Klima ist das nicht, wie die Schüler unschwer erkannten. Da kann es schon mal vorkommen, dass für die Herstellung nur eines T-Shirts mehrere tausend Liter Wasser nötig sind.

Dass es auch einfacher geht in der Textilherstellung, das konnten die Schüler dann selbst ausprobieren. Aber nicht mit Baumwolle, sondern mit Wolle von Rhönschafen. Die lässt sich nämlich prima filzen, wenn man mit Geduld und reichlich Seifenlauge zu Werke geht.

Das Resultat machte denn auch die ganze Klasse stolz. Lauter bunte Filzbälle. Zum Werfen, Jonglieren oder einfach nur zum Anschauen.

Text: Stefan Kritzer

 

 

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Foto: Anand Anders

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