Der Feuersalamander - auffälliger Bewöhner feuchter Wälder

Der nachtaktive Feuersalamander ist durch seine schwarz-gelbe Färbung unverkennbar. Feuersalamander benötigen saubere Waldbäche und ausreichend Totholz, unter dem sie sich tagsüber verstecken - bei Einbruch der Dunkelheit gehen die Lurche auf Jagd nach Schnecken, Würmern und Käfern.

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist aufgrund seiner markanten schwarzen Grundfärbung mit gelber Flecken- und Streifenmusterung weit bekannt und nur schwer zu verwechseln.

Die auffallende Körperfärbung warnt mögliche Fressfeinde vor der Giftigkeit des Schwanzlurches - ein in speziellen Hautdrüsen produziertes Sekret macht den Feuersalamander ungenießbar. Feuersalamander bewohnen feuchte, totholzreiche Laubwälder mit naturnahen Bachsystemen.

Um sich vor Austrocknen zu schützen, verstecken sich die bis zu 20 cm langen Lurche tagsüber unter Holzstümpfen, Felsen und in Nagetierhöhlen; des Nachts gehen sie dann auf die Suche nach Nacktschnecken, Spinnen und Insekten.

Nur bei Regen oder starkem Nebel, wenn die Austrocknungsgefahr gering ist und Regenwürmer und Schnecken zahlreich sind, können die auffälligen Lurche auch bei Tage gesehen werden.


Feuersalamander sind in ihrer Lebensweise eng an saubere, Waldbäche und fischfreie Quellbereiche gebunden. Anders als bei den meisten Amphibien produzieren die Weibchen keinen Laich, sondern gebären lebende, kiementragende Larven, die direkt in das Wasser abgegeben werden.

In den sauerstoffreichen Gewässern wachsen die Jungtiere dann zu erwachsenen Salamandern heran, um zum Ende des Jahres in Felsspalten, Bodenhöhlen und Kellern zu überwintern. Feuersalamander sind behäbige Tiere, die jedoch mit einer Lebenserwartung von über 25 Jahren sehr alt werden können.


Feuersalamander in der Rhön

Feuersalamander haben kaum Fressfeinde, sind aber durch ihre hohen Lebensraumansprüche mit fischfreien, sauberen Gewässern und einem hohen Totholzanteil in ihrem Vorkommen begrenzt.

Durch diese hohen Ansprüche dienen Feuersalamander als Schirmart, deren Lebensraumschutz auch vielen anderen Tierarten wie Geburtshelferkröte, Bachneunauge und Edelkrebs hilft.

Feuersalamander sind daher bundesweit besonders geschützt. Die Rhön besitzt durch ihre zahlreichen Fließgewässer in naturnahen Wäldern noch großflächig Lebensraum für Feuersalamander. In lauen Sommernächten oder regnerischen Herbsttagen können Salamander vielerorts an gewässernahen Waldwegen beobachtet werden.

Der Feuersalamander wurde vom NABU und der deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum „Lurch des Jahres 2016“ ernannt.

Feuersalamander bewohnen totholzreiche, feuchte Wälder (Bild: T. Gerlach)

Feuersalamander auf Nahrungssuche (Bild: T. Gerlach)

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