Die Entwicklungszonen

 im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Der größte Anteil der Fläche im Biosphärenreservat Rhön (ca. 75 %) entfällt auf die Entwicklungszonen.

Ziel in der Entwicklungszone ist die Fortführung pfleglicher Nutzungen von Landschaft und Ressourcen, mit denen die typischen Landschaftsbilder der Rhön erhalten werden können.

Sie tragen ferner zur Sicherung der Lebensgrundlage der Menschen im Gebiet bei. Der Erhalt traditioneller Handwerke und typischer Ortsbilder ist ebenso Ziel, wie die Förderung naturverträglicher touristischer Angebote und der naturbetonten Erholung.

 

Vorstellung einer Entwicklungszone
am Beispiel des Ulstertals bei Geisa
in der thüringischen Rhön 

Beschreibung:

Die Ulster durchfließt die Kuppenrhön und  ist eines der größeren Fließgewässer der Rhön. Ihren naturnahen Charakter erhält der Fluss durch die Abwechslung von Uferabbrüchen, Steilufern, Kies-, Schotter- und Sandbänken sowie naturnahen Ufergehölzen.

Das Ulstertal ist landwirtschaftlich geprägt. In den Tallagen werden die Flächen ackerbaulich genutzt. Obstwiesen umgeben die kleinen Ortschaften großflächig. Die angrenzenden Höhen sind bewaldet und werden forstwirtschaftlich genutzt. Der Grünlandanteil in diesem Teil der Entwicklungszone wird überwiegend intensiv als Mähweide oder Mahdfläche für Milchvieh genutzt.  

Neben der naturräumlichen Ausstattung im Ulstertal kommt der Stadt Geisa als wirtschaftliches Unterzentrum eine besondere Bedeutung für die gesamte Region zu. Die Stärkung der klein- und mittelständigen Unternehmen, aber auch der Tourismus spielen hier eine wesentliche Rolle.

 

Maßnahmen:

In den vergangenen Jahren wurden durch verschiedene Projekte Teile der Ulster revitalisiert. Neben dem Hochwasserschutz hatten die Maßnahmen das Ziel, die Ulster naturschutzfachlich durch eine naturnahe Gestaltung und das Gewähren von Eigendynamik des Gewässers aufzuwerten.

Mit der Erhöhung der Strukturvielfalt im und am Gewässer wird die Lebensraumqualität für Fische und andere gewässerbewohnende Arten verbessert, wie z.B. Libellen und deren Larven. Aber auch die Pflanzenvielfalt wird aufgrund der unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten und Gewässertiefen zunehmen. 

Durch die gut ausgebaute Infrastruktur sowie die Verkehrsanbindung an die Autobahnen profitiert die gesamte Region. Die Wirtschaftsstruktur wird von klein- und mittelständigen Unternehmen geprägt, die in vielfältigen Branchen angesiedelt sind.

Neben den produzierenden Gewerbebetrieben stellt der Tourismus eine wesentliche Säule der Wirtschaft dar. Wichtiges touristisches Zentrum ist die Gedenkstätte Point Alpha mit der Informationsstelle Rhön. Beiden Ausstellungen wurden 2014 aufwendig saniert und präsentieren sich mit neuem Gesicht.

Ein gut angelegtes Wanderwegenetz rund um Geisa und das Angebot für geführte Wanderungen laden zum Verweilen an.

 

Blick vom Rasdorfer Berg auf Geisa (Quelle: Stadt Geisa)

Altarm der Ulster bei Geisa (Foto: K. Marbach)

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