Der Eisvogel – ein bunt schillernder Kleinfischjäger

Der bunt schillernde Eisvogel ist unverwechselbar. Er ist etwas größer als ein Sperling. Je nach Lichteinfall wirkt sein Gefieder kobaltblau bis türkisfarben, wodurch er mit der Farbe des Wassers verschmilzt und perfekt getarnt ist.

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist in der Regel ein Einzelgänger. Trotz seines farbenprächtigen Gefieders ist dieser Fischjäger sitzend im Geäst schwer zu erkennen. An unseren Flüssen, Bächen und Seen ist der sperlingsgroße Vogel ganzjährig zu beobachten. Als Indikator für gesunde Gewässer ist der Eisvogel hervorragend geeignet.

Seine Nisthöhle baut der Eisvogel an Steilufern von Gewässern. Über 80 cm hohe Uferabbrüche an Fließgewässern stellen für den Eisvogel optimale Brutplätze dar. An langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit reichem Angebot an Kaulquappen und Wasserinsekten und Sitzwarten sind die optimalen Brutgebiete. Zwei Jahresbruten sind beim Eisvogel üblich. Ihre Erhaltung an unseren Fließgewässern ist eine wichtige Artenschutzmaßnahme.

Die größten Verluste erleiden Eisvögel in strengen Wintern, wenn die Gewässer zufrieren. Zu dieser Zeit setzt auch eine verstärkte Wanderung bei den Eisvögeln in Ost- und Nordeuropa ein, die in großen Teilen Deutschlands besonders ab August/September deutlich wird. Eisvögel meiden Lagen über etwa 900 m Höhe. Mitteleuropäische Vögel können sehr brutortstreu sein, wenn die o. g. Brutwände langfristig erhalten bleiben.

 

Die Rhön als Lebensraum für den Eisvogel

Wo sich der Eisvogel wohlfühlt, finden auch viele andere Organismen im und am Wasser einen hochwertigen Lebensraum vor. Der Eisvogel ist ein Zeiger für naturnahe, wenig beeinflusste Fließ- und Stillgewässer - ein herausragender Vertreter eines Lebensraums, der in unserer Kulturlandschaft selten geworden ist. Im Biosphärenreservat Rhön ist er vielerorts entlang von Bachläufen und Stillgewässern zu finden. Besonders entlang der Ulster ist er ein häufiger Vertreter, da sich hier dem Eisvogel an bestimmten Örtlichkeiten Brutwände anbieten, die die Vögel annehmen.

Eisvogel (Foto: J.Holzhausen, BR Rhön)

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