Der Rotmilan – ein echter Europäer

Der Rotmilan kommt ausschließlich in Europa vor. Anders als der Schwarzmilan, der ein „Weltbürger“ ist, hat der Rotmilan ein nur sehr kleines Verbreitungsgebiet. Von Südschweden im Norden bis Spanien im Süden erstreckt sich sein Brutareal. Rund 60 % des Weltbestandes brüten in Deutschland.

Weitere bedeutende Brutvorkommen beherbergen die Länder Frankreich und Spanien. In Osteuropa und Österreich kommt die Art nur mit wenigen Brutpaaren vor. Während in Südeuropa und Großbritannien die Art ganzjährig anzutreffen ist, ziehen die weiter nördlich brütenden Tiere im Winter gen Süden. Untersuchungen zeigen, dass viele „deutsche“ Rotmilane in Spanien überwintern.

Bemerkenswert:
In Großbritannien konnte die Art durch Ansiedlungsprojekte wieder heimisch werden. Heute beläuft sich der Bestand dort auf über 1000 Brutpaare. Auch in der Schweiz hat der Rotmilan vielerorts wieder zugenommen. Gezielte Fütterung, ähnlich wie dies bei den Geiern in Spanien geschieht, haben dabei offenbar geholfen.

Verbreitungskarte des Rotmilans von Adrian Aebischer

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