Sonderausstellung im Infozentrum „Haus der Langen Rhön", Oberelsbach
OBERELSBACH. Warum sind Wölfe wichtig für das Ökosystem? Was
kennzeichnet sie und wie können Mensch und Wolf konfliktfrei miteinander
leben? Wie unterscheiden sich Spuren von Wolf und Hund? Diese und
andere Fragen beantwortet die Ausstellung des Naturschutzbundes (NABU)
„Willkommen Wolf", die vom 25. Januar bis zum 05. März im Infozentrum
„Haus der Langen Rhön" in Oberelsbach zu sehen ist.
In dieser Ausstellung gibt es einen umfassenden Einblick in Lebensweise und Verhalten der faszinierenden Rückkehrer. „Willkommen Wolf“ informiert über Verbreitung und Vorkommen, Konflikt-Management sowie die neuesten Erkenntnisse zum Sozialgefüge frei lebender Wölfe. Neben einer Chronologie der Wölfe in Deutschland, enthält sie Bilder der sächsischen Wölfe, eine Karte vom Wolfsgebiet und bundesweiten Wolfssichtungen.
Nachdem die Tiere vor etwa 150 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden, sind seit dem
Jahr 2000 wieder frei lebende Wölfe nach Deutschland zurückgekehrt. Mittlerweile leben
zwei Rudel im östlichen Sachsen und ziehen regelmäßig Welpen auf. Der NABU will frei
lebenden Wölfen in Deutschland wieder eine Heimat schaffen. Zu diesem Zweck hat dieser
Verein das Projekt „Willkommen Wolf“ für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere
gestartet.
Als „Beiprogramm“ zu der Ausstellung „Willkommen Wolf“ werden im Haus der Langen
Rhön die zehn besten Cartoons aus dem internationalen Wettbewerb „Nur gucken - nicht
streicheln! - Cartoons für Wölfe" gezeigt. Mehr als 1.200 Zeichnungen von über 600
Cartoonisten aus 46 Ländern wurden bei diesem Wettbewerb eingereicht.
Als Ergänzung zu diesen Ausstellungen wird im Infozentrum der Film „Wölfe in der Lausitz“
von Sebastian Koerner gezeigt. Der Wildbiologe und Tierfilmer hat einzigartige Aufnahmen
der freilebenden Wölfe in der Lausitz gemacht, die das Familienleben der scheuen
Rückkehrer in freier Wildbahn zeigen. In diesem Film wird auch gezeigt, wie in der Lausitz
das Zusammenleben von Mensch und Wolf eingeübt wird. Ein Jäger und ein Schäfer kommen
zu Wort und erklären, wie sie sich auf
die Rückkehr vom Wolf einstellen.
2010 hatten die „Wanderratten“, die
Jugendgruppe vom Verein
„Naturpark & Biosphärenreservat
Bayer. Rhön“, die Gelegenheit
zusammen mit dem Wildbiologen
Sebastian Koerner in der Lausitz auf
Wolfspirsch zu gehen.
Auf dem sandigen Boden der Lausitz lassen sich die Pfotenabdrücke der herumstreifenden
Wölfe gut nachweisen. Einen dieser Abdrücke haben die Wanderratten als Gipsmodel
ausgegossen. Somit erwartet Kinder in der Ausstellung im Haus der Langen Rhön eine ganz
besondere Aktivität - sie dürfen sich mit Gips den Pfotenabdruck eines echten Wolfes aus der
Lausitz gießen und als Souvenir mit nach Hause nehmen.
Das Infozentrum „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach hat von 10 – 16 Uhr geöffnet,
Dienstag ist Ruhetag. Der Eintritt ist frei.
01.05.2012 bis 31.05.2012 - 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
24.05.2012 - 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
26.05.2012 - 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr
26.05.2012 - 22:30 Uhr
26.05.2012 bis 27.05.2012