ZELLA. Die Juniorranger aus dem hessischen und Thüringer Teil des Biosphärenreservats Rhön und die „Wanderratten" aus Bayern wollen auch im nächsten Jahr wieder gemeinsame Aktionen starten. Unter anderem werden sie am bundesweiten Juniorranger-Treffen im Nationalpark Müritz im Juni 2010 teilnehmen. Jetzt trafen sich erst einmal die meisten von ihnen, um gemeinsam den Jahresabschluss 2009 zu feiern.
Der Kontakt zwischen den einzelnen
Juniorranger-Gruppen aus allen drei Teilen des Biosphärenreservats Rhön hat
sich in den letzten Jahren immer mehr verstärkt. „Unsere Juniorranger verstehen
sich mit den Thüringer Juniorrangern sehr gut, weil sie auch altersmäßig
zusammen passen", meint beispielsweise Ranger Hubert Stumpf, der im hessischen
Wüstensachsen eine Gruppe Juniorranger betreut. Er hält einen engen Kontakt zu
den Thüringer Betreuern und zum Umweltbildungsteam des Vereins Naturpark &
Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V.
Die kleine Jahresabschlussfeier
hatte Rolf Friedrich, einer der Thüringer Betreuer der Juniorranger,
organisiert. Für alle, die aus den unterschiedlichen Regionen nach Zella in die
Propstei kamen, gab es Plätzchen, Lebkuchen, Stollen und verschiedene Getränke.
Gemeinsam sahen sie sich die Ausstellung im neuen Informationszentrum für das
Biosphärenreservat Rhön an, die erst vor kurzem in der Propstei eingeweiht
worden war. Außerdem gab es einen aufbereiteten Film, der das Entstehen des
großen Iglu am Umweltbildungshaus im Schwarzen Moor vom letzten Winter zeigte,
an dem alle fleißig mitgewirkt hatten. Rolf Friedrich zeigte darüber hinaus
eine Auswahl von Fotos, die auf dem bundesweiten Juniorranger-Treffen im Harz
im Sommer dieses Jahres entstanden.
Begrüßt wurden die Juniorranger
vom Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön,
Karl-Friedrich Abe. Er gab ihnen einen kurzen Überblick über das neue
Informationszentrum und bedankte sich bei allen Betreuern für das große
Engagement in den zurückliegenden Jahren.
Welche gemeinsamen Aktionen es 2010
genau gibt, darüber wollen sich die Betreuer in den kommenden Wochen einig
werden. „Auf jeden Fall wollen wir zum bundesweiten Juniorranger-Treffen in den
Nationalpark Müritz fahren", sagt Rolf Friedrich. Die Thüringer Juniorranger
werden darüber hinaus bei der Juniorranger-Gruppe aus Wüstensachsen
vorbeischauen, die seit diesem Jahr ein spezielles Bienenprojekt betreut und
2010 ihren ersten eigenen Honig herstellen will, ergänzt Hubert Stumpf. Die
Thüringer Juniorranger wollen außerdem alle zu einem Erlebnisnachmittag in die
Thüringer Rhön einladen, bei der die Natur im Vordergrund steht. Gemeinsam mit
ihren Betreuern von der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats
Rhön werden sie an der Kartierung für die Wildkatze und an der Säuberung von Nistkästen
für die Wasseramsel teilnehmen.
Zurzeit gibt es im
Biosphärenreservat Rhön etwa 75 Kinder und Jugendliche, die den Juniorrangern
angehören. In Thüringen werden acht von ihnen direkt von der Thüringer
Verwaltungsstelle betreut. 15 gehören der Arbeitsgemeinschaft „Naturschutz" in
Bermbach an. Ihr Betreuer ist Klaus Schultes, der seit Jahren einen engen
Kontakt zur Verwaltungsstelle pflegt. In Hessen gibt es die „Minis", die Sabine
Massel aus Hilders-Wickers anleitet. Julia Djabalameli aus Ehrenberg-Melperts
ist für die „Rangergirls" verantwortlich, und Hubert Stumpf betreut die Gruppe
in Wüstensachsen. Insgesamt engagieren sich in Hessen zurzeit 40 Kinder für die
Idee des Biosphärenreservats Rhön. Die „Wanderratten" aus dem bayerischen Teil
der Rhön vereinen Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.
02.09.2010 - 19:00
03.09.2010 - 19:00
04.09.2010 - 14:00
04.09.2010 - ganztägig (bis 05.09.2010)
05.09.2010 - 14:00