Dietmar Weckbach
Mittelstraße 1-3
36115 Ehrenberg
Tel.: (0 66 83) 2 91
wichtigste Betriebszweige: Rhönschafhaltung, Natur- und Landschaftsführungen
bewirtschaftete Fläche: 120 ha Gründlandfläche, 45 ha zum Silagegewinn genutzt
Arbeitskräfte: Schäfer Dietmar Weckbach
Betriebsbeschreibung
Der Wanderschäfer Dietmar Weckbach übernahm 1997 eine der letzten reinrassigen Rhönschafherden, die ihre Ursprünge in der Region hat. Die 250 Tieren kamen zu seiner eigenen Mischlingsherde hinzu, die er nach und nach umstrukturiert. Mittlerweile zählt die Rhönschafherde 550 Muttertiere. Neben der Beweidung der wertvollen Bergwiesen sind die Zucht sowie die Erzeugung und der Verkauf von Rhönschaf-Fleisch wichtige wirtschaftliche Standbeine. Die Schäferei ist als Ökobetrieb zertifiziert. Im Jahr 2001 wurde sie Partnerbetrieb des Biosphärenreservates. Dietmar Weckbach ist als Natur- und Landschaftsführer tätig und bringt Wanderergruppen oder Schulklassen die heimische Landschaft und Wirtschaftsweise nahe.
Profil und Besonderheiten
Dietmar Weckbach führt mittlerweile eine beachtliche Zahl von Besuchergruppen, die er über das Rhönschaf, die Schafhaltung und die Kulturlandschaft informiert. Speziell für Kinder sind die Führungen und der direkte Kontakt mit den Tieren ein Erlebnis. Der Schäfer veredelt seine Ware in Zusammenarbeit mit einer ortsnahen Metzgerei und beliefert regionale Gastronomiebetriebe. Das magere Rhönschaffleisch mit seinem wildartigen Aroma ist mittlerweile als regionale Delikatesse bekannt. Allein zu Ostern 2004 verkaufte Dietmar Weckbach 100 Lämmer an die Handelskette tegut. Auf dem Hof des Schäfers bei Wüstensachsen gibt es zwei Ferienwohnungen.
Nutzen für eine nachhaltige ökologische und sozioökonomische Entwicklung
Im Betrieb Weckbach wird mit der Zucht des Rhönschafs eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse erhalten. Schäfer Weckbach leistet - besonders in einer Zeit, wo die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe zurückgeht - einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des "Landes der offenen Fernen". Durch die extensive Beweidung mit Rhönschafen, die gute Futterverwerter sind und auch Gehölze verbeißen, können hohe Landschafts-Pflegekosten vermieden werden. Maschinell nur schwer zu bewirtschaftende Bergwiesen können so freigehalten werden. Eine besondere Rolle spielt das Rhönschaf für den seltenen Borstgrasrasen, den andere Gras fressende Tiere verschmähen. Auch für die Beweidung sensibler Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete sind die Rhönschafe geeignet. Außerdem macht die Schafhaltung, bei der die Wiesen durch Festmist gedüngt werden, das Ausbringen von Gülle überflüssig. Vom Rhönschaf-Projekt profitieren nicht nur die Landwirtschaft und der örtliche Fremdenverkehr, sondern auch der Naturschutz, indem die Weiden als artenreicher Lebensraum erhalten werden. Die Führungen stellen ein zentrales Umweltbildungsangebot dar und wirken der zunehmenden Naturentfremdung entgegen.
Regelmäßige Veranstaltungen
Führungen können nach Absprache mit der Schäferei vereinbart werden.
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