Biosphärenreservat Rhön
Rotmilan_fliegend

Infothek Projekte

Lebensraum Kaltensundheim eine Modellgemeinde im Biosphärenreservat Rhön

Räumlicher Schwerpunkt: Thüringen

1. Ziel des Projektes:

Das Dorf Kaltensundheim ist auf dem besten Weg zu einer Modellgemeinde für nachhaltige Entwicklung.

2. Unser Weg:

Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte werden dabei berücksichtigt und aus allen Ansätzen ein ganzheitliches Konzept gemacht sowie eine Vermarktungs-Strategie entwickelt.

3. Ökologie

So produziert der hier ansässige Agrarbetrieb nach ökologischen Richtlinien und setzte schon frühzeitig auf alternative Energien.

4. Wirtschaftlichkeit

Eine moderne Holzhackschnitzelanlage ging bereits 1993 in Betrieb. Seit dem Jahr 2000 wird Biogas aus dem eigenen Betrieb zur Stromerzeugung genutzt und es wird über eine Erweiterung der Anlage nachgedacht. Das ökologieorientierte Energiekonzept passt auch gut zu den gemeindlichen und regionalen Vorhaben wie zum Beispiel der Erschließung des 10 Hektar großen Öko - Gewerbegebietes in Kaltensundheim. Die angesiedelten Betriebe können dort an das Nahwärmenetz des Betriebes angeschlossen werden.
Doch noch vieles mehr hat Kaltensundheim heute schon vorzuweisen. So gehören die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte über den Bauernladen, der Hausbelieferungsservice mit Milch des Agrarbetriebes, das Dorfmuseum im einstigen Backhaus der Gemeinde, die Streuobstwiesen mit alten Obstbaumsorten ebenso zum Dorfbild, wie das Rhöngymnasium, welches schon neunmal als "Umweltschule in Europa" ausgezeichnet wurde.
Im Rahmen des Projektes "Tiere auf Wohnungssuche" wurde ein altes Trafohäuschen zu einem neuen zu Hause für Schleiereulen, Fledermäuse sowie Turmfalken und dient auch als Vogelbeobachtungsplatz.
Über Kirchenburgen in der Rhön können sich die Besucher anhand einer Dokumentation informieren und einer der Wehrtürme soll künftig rekonstruiert werden.
Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft leistet der Landschaftspflegeverband Kaltensundheim. Durch seine Tätigkeit wurden in der Vergangenheit in 38 Gemeinden mehr als 2000 Apfelbäume angepflanzt.

5. Soziale und kulturelle Aspekte:

Mit all diesen Dingen und noch vielen weiteren Vorhaben wird der "Lebensraum" Kaltensundheim attraktiver gemacht und die dörfliche Lebensqualität deutlich verbessert.

6. Ansprechpartner:

Gemeindeverwaltung Kaltensundheim
Hauptstr. 18
8634 Kaltensundheim
Tel.: (03 69 46) 21 60

in Zusammenarbeit mit der Verwaltung Thüringen, Biosphärenreservates Rhön,
Tel.: (03 69 46) 38 20.

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