Biosphärenreservat Rhön
Schwarzstorch_fliegend

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Freiwilligenprojekt

1. Träger des Projektes:

Landkreis Fulda, Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön

2. Ziel des Projektes:.

Einbindung von Ehrenamtlichen zur Verwirklichung der Ziele des Biosphärenreservates Rhön, zur Schaffung von Akzeptanz und Gewinnung von Multiplikatoren

3. Finanzierung des Projektes:

Durch Haushaltsmittel des Landkreises Fulda, Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön.

4. Gesamtkosten:

Ca. 20.000,- €

5. Zeitplan des Projektes:

Seit 1991 schrittweise ausgebaut; fortlaufend.

6. Projektbeschreibung

In der Hessischen Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön arbeiten 13 Personen. In Anbetracht der knappen Personalausstattung ist es nicht möglich, sämtliche Aufgaben des Biosphärenreservates Rhön zur vollen Zufriedenheit mit eigenem Personal zu erfüllen. Auch gilt es, das vorhandene Know-how in den verschiedenen Bereichen zu nutzen und vorhandene Experten, insbesondere des aus dem Bereich des Naturschutzes, einzubinden. Zur Zeit engagieren sich über 200 Personen für die Belange des Biosphärenreservates:

- 20 Junior-Ranger / Junior-Rangerinnen
- 80 Rhönbotaniker
- 20 Gewässer- und Krebswarte
- 15 Birkwildkartierer
- 20 Quellenkartierer
- 20 Amphibienschützer
- 1 Schauspieler (Poesie auf Rhöner Bergen)#
- 1 Ehrenamtlicher Betreuer des UNESCO-Informationszentrums
- 50 Mitglieder des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön e.V., welche sich in besonderem Maße ehrenamtlich in der Forenarbeit sowie in der Vorstandsarbeit engagieren.
- 15 Personen Birkwildhegering (Landschaftspflegemaßnahmen in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Rhön)
- 20 Natur- und Landschaftsführer sowie Anbieter von Bauernhof-Erlebnistagen, welche im Rahmen ihrer kommerziellen Führungen die Ziele des Biosphärenreservates Rhön vermitteln
- gelegentliche Arbeitseinsätze mit Firmenbelegschaften im Rahmen der Landschaftspflege

7. Betreuung

Bis zu einem sehr eingeschränkten Teil können die zahlreichen ehrenamtlich Engagierten unmittelbar durch Mitarbeiter des Biosphärenreservates Rhön betreut werden. Aus diesem Grunde erfolgt die Betreuung teilweise über Biologen im Rahmen von deren Werkverträgen. Auch unter der Maßgabe etv. wissenschaftliche Aufträge nicht im vollen Umfang erfüllt werden können, sind eine Reihe von Werkvertragnehmern angewiesen, ehrenamtliches Personal, welches sich überwiegend aus Naturschutzverbänden und z.B. Angelvereinen rekrutiert, einzubinden. Dies betrifft insbesondere das Projekt Rhönbotanik sowie das Projekt Gewässer- und Krebswarte. In beiden Bereichen wurden inzwischen Strukturen aufgebaut, die ein weit verzweigtes Netz von Ehrenamtlichen in der Kulisse beinhalten, welche hoch motiviert den Wissenschaftlern zuarbeiten. Im Gegenzug hierzu werden vom Biosphärenreservat für diese Exkursionen und Fortbildungsveranstaltungen angeboten.

Das Projekt wird im Wesentlichen aus der Erkenntnis getragen, dass sich immer weniger Menschen heute fest in Strukturen langfristig binden wollen. Daher versteht sich das Feiwilligenprogramm des Biosphärenreservates Rhön als ein projektbezogenes Angebot, welches eine hohe Fluktuation zulässt. Aus diesem Grunde wird auch völlig auf Formalitäten verzichtet. Es werden weder schriftliche Verpflichtungen abgefordert noch in anderer Weise die Freiwilligen unter Druck gesetzt. Die Freiwilligen der verschiedenen Segmente sind in Verteilern zusammengefasst, erhalten regelmäßig Einladungen und Informationen aus dem Biosphärenreservat Rhön. Hieraus hat sich ein durchaus fester Stamm von regelmäßig teilnehmenden Akteuren herausgebildet, welche eine verlässliche Größe in den Projekten sind. Insbesondere aber hat sich gezeigt, dass sich durch die Freiwilligen der Informationsfluss zum Biosphärenreservat Rhön deutlich verbessert werden konnte.

8. Mögliche Vernetzung

Dieses Projekt stärkt insbesondere die regionale Verortung des Biosphärenreservates Rhön, führt aber auch zu einer engeren Vernetzung mit den verschiedenen Vereinen der Region. Insbesondere engagieren sich in den Arbeitsgruppen Menschen, die bereits in anderen Vereinen (NABU, BUND, Jagdverband, Rhönklub) engagiert sind. Damit stellt das Projekt einen wichtigen „Transmissionsriemen" zu diesen Vereinen und Verbänden dar.

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