1. Ziel
Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der Nationalen Naturlandschaften, insbesondere dort, wo Großschutzgebiete aneinander grenzen oder sich überlagern.
2. Hintergrund
Vielerorts in Deutschland grenzen Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke aneinander oder überlagern sich. Dabei ist die Zusammenarbeit nicht immer einfach. Unterschiedliche strukturelle Ausgangssituationen, die finanzielle und personelle Ausstattung, unterschiedlichste Zuständigkeiten bei oftmals deckungsgleichem Leitbild und eine sehr unterschiedliche Würdigung im öffentlichen Meinungsbild sind nur einige Faktoren, welche die Zusammenarbeit erschweren. Dem Bundesamt für Naturschutz ist nun daran gelegen, mit „Best practise-Beispielen" aufzuzeigen, dass es auch anders gehen kann. Eine Modellregion ist die Rhön. Im Projekt arbeiten die drei Biosphärenreservatsverwaltungsstellen von Bayern, Hessen und Thüringen gemeinsam mit den Naturparken Hessische und Bayerische Rhön zusammen.
3. Teilprojekt „Besuchermonitoring"
Die Rhön hat sich mit dem Projekt „Besuchermonitoring" beworben. Ziel ist es, von allen o. g. Institutionen, gemeinsam eine Besucherzählung an Hochrhöner und Extratouren durchzuführen. Dabei sollen technische Geräte helfen. Finanziert durch das BfN-Projekt wird eine begleitende Besucherbefragung durchgeführt, um Anregungen und Klarheit zu erhalten, wo Defizite sind und Stärken gestärkt werden können.
4. Ökologie
Die Rhön versteht sich als Wanderwelt Nr. 1. Es gilt, diese Stärke weiter auszubauen. Wandern ist die umweltfreundlichste Natursportart und passt damit zum Leitbild des Biosphärenreservats. Wichtige Erkenntnisse versprechen wir uns auch für künftige Besucherlenkungsmaßnahmen.
5. Wirtschaftlichkeit
Für das Besuchermonitoring sind 15.000 € kalkuliert. Wir gehen davon aus, dass dieses Geld gut angelegt ist, da die Ergebnisse wichtige Impulse für die weitere touristische Vermarktung und Entwicklung des Wandersegments (nachhaltiger Tourismus) sprechen und die Ergebnisse Eingang finden sollen in Politik und Projekte der Arbeitsgemeinschaft der Rhöner Landkreise sowie den regionalen Tourismusinstitutionen.
6. Soziale und kulturelle Aspekte
Das Projekt verspricht Klarheit über die Ziele und Intentionen der Besucher auf dem Premiumwanderweg „Hochrhöner" bzw. den „Extratouren".
Es stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsstellen des Biosphärenreservats und den Naturparkverwaltungen. Gerade dieser notwendige Dialog lässt erwarten, dass sich die bereits gute Zusammenarbeit weiter festigt.
7. Projektzeitraum
Herbst 2010 - 2012 (offizieller Förderzeitraum). Sämtliche beteiligten Akteure gehen davon aus, dass auch über dem Bewilligungszeitraum hinaus die beschafften Zählgeräte eingesetzt werden, um zielgerichtet Besucherströme zu erfassen und die Besucherlenkung in sensiblen Gebieten zu optimieren.
8. Ansprechpartner:
Biosphärenreservat und Naturpark Hessische Rhön
Groenhoff-Haus Wasserkuppe 8
36129 Gersfeld
Tel. 06654-9612-0
Fax 06654-9612-20
Web: www.brrhoen.de
E-Mail: vwst@brrhoen.de
Biosphärenreservat Rhön
Verwaltungsstelle Thüringen
Goethestr. 1
36452 Zella-Rhön
Tel. 036964-8683-30
Fax 036964-8683-55
Email: poststelle.rhoen@br-np.thueringen.de
Regierung von Unterfranken
Bayerische Verwaltungsstelle
Oberwaldbehrunger Str. 4
97656 Oberelsbach
Tel. 0931-380-0
Fax 0931-380-2953
E-Mail: brrhoen@reg-ufr.bayern.de
Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön
Wanderwegkoordinator
Thomas Lemke
Oberwaldbehrunger Str. 4
97656 Oberelsbach
Tel. 09774-910218
E-Mail: thomas.lemke@nbr-rhoen.de
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