Ziele des Projekts:
- genaue Kartierung der Quellstandorte in der Rhön
- Untersuchung von Fauna und Flora der Quellen
- Erkenntnisse über den Zustand des Ökosystems im Grundwasserkörper des Biosphärenreservates
- Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung des Gewässerschutzes
Projektbeschreibung:
- Beispiel Untersuchungsarbeit 2008, Hessen: Kartierung von ca. 100 Quellenaustritten am Westhang der Wasserkuppe (Schweizerrain, Strutt, Pferdskopf, Goldloch und Eube)
- Genaue Untersuchungen der Fauna, der physikalischen Parameter (Temperatur, pH- Wert) sowie Pflanzenvorkommen
- Aufzeigen von Gefährdungsmöglichkeiten für die Quellstandorte
- Die letzten Untersuchungen sind eingebettet in Untersuchungen der Vorjahre, so das im Naturraum Rhön mittlerweile über 1200 Quellen kartiert sind, davon alleine über 700 in der hessischen Rhön
- Die Rhön gilt als das am besten erforschte Mittelgebirge bezüglich der Quellenvorkommen in Deutschland
Ökologie:
- Erkennen und Erhalten der Quellstandorte als Rückzugsgebiete für Fauna und Flora (darunter die Rhön- Quellschnecke Bythinella compressa und der Alpenstrudelwurm Crenobia alpina)
- Zeiger-Arten geben Hinweise auf Wasserqualität
- Schonung der naturnahen Lebensräume durch eventuellen Rückbau von Quellfassungen und Entfernen von Rohren bei nicht mehr zu Trinkwassernutzung verwendeten Quellen
- Schonung der durch Viehtritt und damit einhergehender Eutrophierung belasteten Quellen durch eventuelle Extensivierung der Beweidung
- Quellen dienen nicht nur als Trinkwasserversorgung für den Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen, als Lebensraum sowie als puffernder Wasserspeicher bei Hochwasser
Wirtschaftlichkeit:
- jetziger Schutz und nachhaltiger Umgang spart Kosten für Renaturierung und Beheben verursachter Schäden in Zukunft
- wichtige Basisarbeit im Hinblick auf Auswirkungen des Klimawandels (Veränderung der Niederschläge, Versiegen von Quellen)
- Rückschlüsse auf Angemessenheit der Grundwassernutzung
Soziale und kulturelle Aspekte:
- Quellen haben schon in der Vergangenheit stets hohen Symbolcharakter besessen und auch heute haben sie sowohl Wirtschafts- als auch Kulturfunktion
- Quellen als Anziehungspunkt von Touristen
- Kartierung unter Einbindung von Ehrenamtlichen
Finanzierung/ Projektkosten:
- 8.000€ pro Jahr (Hessische Rhön)
Zeitplan:
Lfd. Projekt seit 2005
Projektträger/Auftraggeber:
- Hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön
Ansprechpartner:
Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V.
Stefan Zaenker
Königswarter Straße 2a
36039 Fulda
Tel. 0661-9529367
Martin Reiss
Ockershäuser Allee 50
35037 Marburg
Martin Kremer
Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön
Groenhoff-Haus, Wasserkuppe
36129 Gersfeld
Tel. 06654 - 96120
Fax. 06654 - 961220
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