Ziele des Projekts:
Wiederansiedelung des früher weit verbreiteten und heute fast ausgestorbenen Deutschen Edelkrebses
Erhaltung und Stärkung heimischer Arten
Perspektivisch: Entwicklung einer regionalen Spezialität durch Zucht in Teichanlagen
Projektbeschreibung:
Durch fremde, resistente Krebsarten (Kamberkrebs, Signalkrebs), die oft Träger der für den Edelkrebs tödlichen Krebspest sind sowie Gewässerverschmutzung wurde der Edelkrebs in der Vergangenheit fast völlig ausgerottet.
Heute wird in vielen Gebieten Mitteleuropas nach Rückgang der Gewässerverschmutzung versucht, den Edelkrebs wieder anzusiedeln.
Hier müssen Besatzmaßnahmen mit Öffentlichkeitsarbeit einhergehen, um zu verhindern, dass gut gemeinte Besatzmaßnahmen mit ausländischen Krebsen dem Erfolg entgegenwirken.
Die Ansiedlung der jungen Edelkrebse im Biosphärenreservat Rhön geht mit einer ständigen Beobachtung der Gewässerstellen einher, um festzustellen ob die ausgesetzten Tiere Standorttreue zeigen oder der Standort durch die fremden Krebse gefährdet ist. Inszwischen wurden mehrstufige Besatzmaßnahmen in 10 Bächen der hessischen Rhön durchgeführt.
Projektstufen:
2000 Info-Veranstaltung, Ankauf von 3.000 Sömmerlingen für Teichbesatz
2001 Info-Veranstaltung und Konzeption
2002 Info-Veranstaltung, Werkvertrag: Bestandserfassung und Kartierung
2003 Faltblatt, Werkvertrag zur Untersuchung der Gewässerstrukturen, des Nahrungsangebotes und der Gewässerqualität
2004 Krebsbesatz aus Aufzucht Keidel, Projektleitung Christoph Dümpelmann, 1. Krebsessen in der Gastronomie
2005 Nachbesatz von 5000 Sömmerlingen aus Aufzucht Max Keller, Bestandskontrolle, Ausbildung Krebswarte, Datalogger (zur Ermittlung der Gewässertemperaturen)
2006 Nachbesatz von 5000 Sömmerlingen aus Aufzucht Max Keller, Bestandskontrolle, Krebswarteschulung, Untersuchung der Signalkrebse auf Krebspest, Untersuchung Lütter, Nüst, Nässe
2007 Nachbesatz von 5000 Sömmerlingen aus Aufzucht Max Keller, Bestandskontrolle, Krebswarteschulung
2008 Nachbesatz von 5000 Sömmerlingen aus Aufzucht Max Keller, Bestandskontrolle, erstmalig konnte die Reproduktion in den neu aufgebauten Beständen nachgewiesen werden. Krebswarteschulung. Besatz in Waldteichen zur Gewinnung von Besatztieren vor Ort.
2009 Internationales Krebssymposium in Gersfeld
Ökologie:
als Allesfresser reguliert der Edelkrebs übermäßigen Pflanzenbewuchs und einhergehende Eutrophierung
Erhöhung der ökologischen Vielfalt
Wirtschaftlichkeit:
nachhaltige Nutzung des Edelkrebses für als regionale Delikatesse perspektivisch.
Soziale und kulturelle Aspekte:
eines Netzwerkes von ehrenamtlichen Krebswarten, die gemeinsam mit den örtlichen Fischereiberechtigten und unter Anleitung eines Gewässerbiologen das Projekt unterstützen.
Kommunikation und Bildungsarbeit rund um das Projekt mit Vorträgen, Exkursionen, Broschüren (Schaffen einer breiten regionalen Akzeptanz)
Finanzierung/ Projektkosten:
ca. 8.000 €/Jahr
Zeitplan:
seit 2000 laufend
Projektträger:
Hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates
Obere Fischereibehörde beim Regierungspräsidium Kassel
Ansprechpartner:
Biologe Christoph Dümpelmann
Büro für Fischbiologie u. Gewässerökologie
Zeppelinstr. 33
35039 Marburg
Tel. (06421) 44079
Naturschutzwart Joachim Walter
Landkreis Fulda
Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön
Groenhoff-Haus, Wasserkuppe
36129 Gersfeld
Tel. 06654 - 96120
Fax. 06654 - 961220
Martin Kremer
Landkreis Fulda
Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön
Groenhoff-Haus, Wasserkuppe
36129 Gersfeld
Tel. 06654 - 96120
Fax. 06654 - 961220
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