Biosphärenreservat Rhön
Rotmilan_fliegend

Infothek Wissenschaft

1994 - Zustandserfassung mit Bewertung der Schutzwürdigkeit für das geplante NSG „Erlich"

 

Bibliothek 119
Verfasser Elsner, O. Dipl. Biol.; Fliehr, J. Dipl. Ing. IVL, Institut für Vegetationskunde und Landschaftsökologie
Titel Zustandserfassung mit Bewertung der Schutzwürdigkeit für das geplante Naturschutzgebiet „Erlich“ nordwestlich Bischofsheim
Umfang 73 S. + Anhang (Pflanzensoziologische Tabelle und Aufnahme) +7 Karten
Reihe Bericht
Hochschule
Studiengang
Auftraggeber
Jahr 1994
Zielsetzung Zustandserfassung mit Bewertung der Schutzwürdigkeit für das geplante Naturschutzgebiet „Erlich“ nordwestlich Bischofsheim
Inhalt
  • Vorinformation: Lage, Schutzzweck, Stand der Erfassung - Geologie, Geomorphologie, Bodenverhältnisse, Gewässer, Klima
  • Vegetation: Übersicht der Vegetationseinheiten; Beschreibung der Vegetationseinheiten
  • Flora: Florenelemente; Florenliste Erlich; Zusammenfassung (Arten der Roten Listen
  • Fauna: Vögel; Tagfalter; Bienen; Heuschrecken; Zusammenfassung
  • Bewertung von geplanten Wegebaumaßnahmen
  • Schäden und Beeinträchtigungen
  • Pflegehinweise: Grünlandgesellschaften; Waldgesellschaften
Ergebnisse
  • Besondere Bedeutung erlang das Gebiet durch kleinräumige Standortmosaik aus mehr oder weniger wasserbeeinflußten Standorten, die durch basaltblockreiche Fließerden strukturiert sind und Böden unterschiedlichster Entwicklungstiere ausgebildet haben
  • Herausragende Bedeutung der als endemische Pflanzengesellschaften der deutschen Basalt-Mittelgebirge geltenden Knautien-Borstengrasrasen und Storchschnabel-Goldhaferwiesen
  • Floristisch hohe Wertigkeit durch 219 nachgewiesenen Pflanzenarten von denen 156 auf der Roten Liste stehen
  • Von 22 nachgewiesenen Vegetationseinheiten gelten 60% als gefährdet
  • Über 38% der Rote Liste Arten haben ihren Vorkommensschwerpunkt in der Storchschnabel-Goldhaferwiese
  • Das geplante Naturschutzgebiet „Erlich“ ist geeigneter Rückzugsraum für mind. 25 Rote Liste Arten und somit Teil einer vielfältigen, weitgehend intakten und auf weiten Flächen naturnahen Mittelgebirgslandschaft
  • Im Vordergrund die Pflege der Feucht- und Nasswiesen, die zu 100% brachgefallen sind und wieder einer extensiven Mähnutzung zugeführt werden müssen um den Artenbestand zu sichern
  • Alle Nutzungen in den Naturwaldkomplexen einstellen mit Vorrang einer natürlichen Entwicklung der Bestände
  • Geplante Wegemaßnahmen sind aus landschaftsökologischer Sicht nicht erforderlich

 

Zurück zur Übersicht