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2005 - Untersuchung zum Elevationseffekt und zur Verbreitung v. Gefäßpflanzen im nördl. Rhöngebirge

 

Bibliothek 2474
Verfasser Mütterlein, Johannes
Titel Untersuchung zum Elevationseffekt und zur Verbreitung von Gefäßpflanzen im nördlichen Rhöngebirge
Umfang 194 S. + Anhang
Reihe Dissertation
Hochschule Universität Kassel
Studiengang Architektur, Landschaftsplanung und Stadtplanung
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr. Heinrich Vollrath, Prof. Dr. Robert Mayer
Jahr 2005
Zielsetzung
  • Auswertung von für Grünland-Gesellschaften spezifisch aufbereitete Pflanzen- und Standortsdaten hinsichtlich eines möglichen Elevationseffektes in der Rhön.
  • Gewinn von vertiefenden Erkenntnissen zur Verbreitung bestimmter Areal- und Ökotypen.
Inhalt
  • Einleitung, Zielsetzung
  • Begriffsbestimmung
  • Allgemeine Gebietsübersicht, natürliche Grundlagen: Lage im Raum, Umgrenzung, Siedlungen, Infrastruktur, Geographie, Naturräumliche Gliederung; Geologie und Boden, Klima, Nutzungen
  • Datenlage, Datenverarbeitung: Standortsdaten aus vorliegenden Untersuchungen, Fundortbezogene Daten zu Pflanzenvorkommen und Standortsdaten, Visualisierung der Aufnahmepunkte Verknüpfung mit weiteren Standortsparametern
  • Geländemethoden: Pflanzensoziologische Bestandsaufnahmen
  • Nomenklatur und Systematik: Pflanzennamen, Abgrenzungen der Sippen; Reihenfolge der Sippen
  • Wuchszonen, Geoelemente
  • Auswertung des Datensatzes: Verteilung der pflanzensoziologischen Bestandsaufnahmen, Zeitliche Schichtung der verwendeten pflanzensoziologischen Bestandsaufnahmen, Auswahl der näher zu betrachtenden Artengruppen, Artenkarten und Verbreitung, Auswertung nach Standortsfaktoren, Statistische Tests, Auswertung von Verbreitungsatlanten, Weitere literarische Daten
  • Spezielle Auswertung: Heterogene Grünland-Pflanzenbestände im Bereich von Basaltstandorten höherer Lagen, Im Gebiet verbreitete Arten und Arten mit hoher Frequenz, Spezielle Geoelemente, Sippen mit möglichem Elevationseffekt
Ergebnisse
  • Die einzige Art mit wahrscheinlichem Elevationseffekt ist Crepis mollis. Die Nachweise reichen im Ulstertal durchschnittlich fast 100 m tiefer als am Ostabfall und fast 30 m tiefer als am Westabfall zu den Vorländern. Zudem kommt C. mollis nur auf Bergen vor, die eine bestimmte Gipfelhöhe, nämlich 686 m ü.NN, nicht unterschreiten. Der Elevationseffekt beträgt 193 m.
  • Bei allen weiteren Arten, die für einen Elevationseffekt vom Grundsatz her in Frage kommen, konnte dieser nicht nachgewiesen werden. Folgende Ursachen sind hierfür wahrscheinlich:
    • Das Rhöngebirge hat im Vergleich zu Gebirgen, in denen der Elevationseffekt bereits nachgewiesen worden ist, eine geringe Höhenamplitude und eine geringe Reliefenergie.
    •  Die Gesteine sind sehr heterogen verteilt.
    • Die Höhenverbreitung einiger der relevanten Arten innerhalb der besiedelten Vegetationsformationen (Grünland, Wald) ist auffallend unterschiedlich.
    • Die Nutzungsintensitäten sind ungleich verteilt (tendenziell Intensivnutzung in den tieferen Lagen und Extensivnutzung in den hohen Lagen).
    • Von einem Großteil der fraglichen Arten liegen nur wenige Nachweise vor.
  • Für viele der näher untersuchten Arten konnte eine enge Bindung an bestimmte Standortsfaktoren bzw. –faktorenkomplexe belegt werden, die in dieser Deutlichkeit z.T. nicht erwartet wurden.
  • In fast allen Bestandsaufnahmen oberhalb von 700 m im Bereich der nährstoffarmen, sauren Basaltverwitterungsböden kommen neben acidophilen auch basiphile Arten vor. Die beiden Artengruppen haben jedoch nach allgemeinen Erkenntnissen ihren Schwerpunkt entweder in basiphytischen oder acidophytischen Magerrasen. Dieses schwerpunktmäßige Vorkommen ist so eindeutig belegt, daß eine Differenzierung auf Klassenebene vorgenommen wurde und allgemein anerkannt ist. Exemplarische Bodenuntersuchungen im Juli 2005 durch die Gutachter dieser Arbeit und den Verf. haben an allen Standorten ein niedriges Boden-pH belegt. Warum auf sauren bis stark sauren Basaltstandorten neben Säurezeigern auch Kalkzeiger in z.T. gleicher Artenzahl vorkommen, konnte nicht geklärt werden.

 

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