Ende 2007 wurden die Regionen Hessens aufgerufen, eigene Regionalentwicklungskonzepte zu entwickeln, mit denen sich die Regionen um europäische Fördergelder aus dem Regionalentwicklungsprogramm ELER/LEADER bewerben konnten. 25 Regionen Hessens stellten sich dem Wettbewerb, von denen die 20 überzeugensten Konzepte den Zuschlag erhielten. Auch die Rhön, die seit 1992 immer wieder in das so genannte LEADER-Programm aufgenommen wurde, konnte mit ihrem Konzept überzeugen und erhielt einen Bewilligungsbescheid für den Zeitraum von 2007 bis 2013 gefördert zu werden.
Regionalen Entwicklungskonzepte (REK) sollen aus der Ausgangslage die Förderstrategie
für das Gebiet ableiten und darstellen, den Rahmen für das konkrete Handeln durch Umsetzung von Projekten beschreiben und den Einsatz von Fördermitteln und Instrumenten begründen. Sie dienen sowohl für das Auswahlverfahren und den Einsatz von EU-Mitteln als auch für die Begründung des Einsatzes von Mitteln aus der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) nach den Grundsätzen der „Integrierten ländlichen Entwicklung" (ILE).
Das für die Rhön erarbeitete Regionalentwicklungskonzept umfasst ein Födervolumen von 1,6 Mio Euro und erschließt die Kulisse der 13 Rhöngemeinden im Landkreis Fulda:
Rasdorf, Hünfeld, Eiterfeld, Nüsttal, Hofbieber, Burghaun, Tann, Hilders, Ehrenberg, Poppenhausen, Dipperz, Gersfeld und Ebersburg.
Für diese Kulisse von 800 qkm und 71.000 Einwohnern wurde eine Gebietsanalyse sowie insbesondere ein Stärken-Schwächen-Profil erstellt. Parallel hierzu wurden rund 200 Projektideen zusammengetragen. Stolz ist man beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V., dass etwa die Hälfte der Projektideen auf private Initiativen zurückgehen.
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