Biosphärenreservat Rhön
Waldkauz
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Branchenstruktur im hessischen Teil

Der hessische Teil des Biosphärenreservats ist geprägt durch kleinere Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Die wenigen mittelständischen Industriebetriebe werden ausschließlich als Familienunternehmen geführt. Sie nutzen die geologischen Besonderheiten in der Rhön (z. B. Basaltabbau, Mineralwasserabfüllung) oder das vorhandene Potenzial an gut ausgebildeten Fachkräften des Bekleidungsgewerbes zur Herstellung von Markenartikeln. In neuerer Zeit verzeichnet die IT- Branche Zuwächse, inspiriert durch die Fachhochschule in Fulda und begünstigt durch niedrige Kosten für die Miete von Gewerberäumlichkeiten.  Das Gebiet des Biosphärenreservats ist in wirtschaftlicher Hinsicht eng verknüpft mit dem Oberzentrum Fulda und den dortigen Randgemeinden Petersberg, Künzell und Eichenzell. Die Gemeinden im Biosphärenreservat werden bevorzugt als Wohnorte genutzt. D. h. der größere Teil der Beschäftigten pendelt zur Arbeit in die Städte Fulda oder Hünfeld. 

Im produzierenden Gewerbe stellen die holzverarbeitenden Betriebe den größten Anteil. In 2007 wurden für die hessische Kulisse des Biosphärenreservates 120 Schreinereien, Zimmereien und Sägewerksbetriebe gezählt. Ebenso wie für Handwerksbetriebe aus den Sparten Elektrohandwerk, Heizung- und Sanitär sowie Bau- und Stahlbaubetrieben ist auch für Zimmerer, Schreiner und Dachdecker räumliche Flexibilität von hoher Bedeutung. Aufträge werden bis weit über die Grenzen des Biosphärenreservats hinaus angenommen und ausgeführt.

In allen Zentralgemeinden bestehen noch kleinere Bäckerei- und Metzgereibetriebe. Eine Großbäckerei produziert für den überregionalen Markt. Ein Partnerbetrieb des Biosphärenreservats beliefert mehrere Verkaufsläden mit Backwaren aus regionaler Produktion. Sieben Metzgereibetriebe besitzen eine Zulassung als Schlachtbetrieb. Metzgerei- und Bäckereibetriebe sehen sich einer steigenden Konkurrenz vor allem durch überregionale Discounter ausgesetzt. Hingegen konnte durch Kooperationen mit einem regionalen Handelsunternehmen die Versorgungsdichte hochgehalten werden. Dieses Unternehmen bietet Metzgern und Bäckern an vielen Orten Platz für eigene Verkaufsläden 

Auch im hessischen Teil der Rhön spielt die Landwirtschaft trotz einer rückläufigen Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Haupterwerb nach wie vor eine wichtige Rolle für die Erwerbstätigkeit. Dies spiegelt sich im leicht zunehmenden Arbeitseinsatz, der in so genannten „Arbeitskräfteeinheiten" erfasst wird. Hinsichtlich der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist für den primären Sektor vor allem die Forstwirtschaft von Bedeutung. 90 % der gemeldeten Arbeitnehmer sind Forstmitarbeiter. Aufgrund der kleinbäuerlichen Struktur der Familienbetriebe bestehen in der Landwirtschaft nur wenige abhängige Beschäftigungsverhältnisse.

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