| Bibliothek |
1527; Bericht, 2 Disketten, CD, digitale Bibl. Bay. |
| Verfasser |
Volz, Harald |
| Titel |
Vegetationskundliches Monitoring maschinell gepflegter Flächen im NSG "Lange Rhön" |
| Umfang |
90 S. |
| Reihe |
Forschungsprojekt |
| Auftraggeber |
Regierung von Unterfranken, Biosphärenreservat Rhön |
| Auftragnehmer |
Umwelt Planung Volz, Gießen |
| Jahr |
2002 |
| Zielsetzung |
Erprobung bzw. unter Beobachtung stehende Einleitung von Maßnahmen zur Regulierung von Dominanzbeständen der Staudenlupine, welche die Wiesenvegetation (artenreiche Storchschnabel-Goldhaferwiesen und Bortgrasrasen) verdrängt. |
| Inhalt |
- Problemstellung, aktueller Forschungsstand, Überblick zu den Pflegeversuchen, Versuchsdesign und Methodenüberblick
- Die Vegetationsentwicklung der drei Probeflächen in Abhängigkeit von den Pflege-Varianten (Mahd, Mulch und Schlegel), Bearbeitungsterminen (zum Zeitpunkt der Hauptblüte und vor Ausreifung der Samen, zusätzlich zweiter Pflegeschnitt ca. sechs Wochen nach der Blüte) und Bearbeitungszeitraum wird durch die Hauptkomponentenanalyse (PCA) veranschaulicht. Dabei werden die Anzahl der Arten, die Entwicklung des Biomasseanteils der Staudenlupine, die Bestandeshöhe, an Deckung zunehmende oder neu hinzukommende Arten (Gewinner) und zurückgehende Arten (Verlierer) gemessen.
- Ergebnisse der Standorte Leitgraben, Herrenwasser, Steinberg/Bauersberg
- Beurteilung der Bearbeitunstermine und -varianten
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| Ergebnisse |
- Erstmalige Dokumentation der seltenen Zielarten Trifolium spadiceum, Thesium pyrenaicum, Lychnis viscaria u.a. nach vier Jahren auf den Mahdflächen der 2-Schnitt-Varianten in den Hochlagen der Rhön
- Entscheidend für die Regulierung der Staudenlupine ist der Schnittzeitpunkt bzw. die Häufigkeit. Die Artenzusammensetzung hängt hauptsächlich von der Bearbeitungsvariante ab.
- Der Schlegel ist zur Erstpflege mit dem Ziel der Zurückdrängung von L. polyphyllus sehr gut geeignet. Um die Durchsetzung von Ruderalarten zu verhindern, kann in den verletzten Oberboden Schnittgut von angrenzenden Borstgrasrasen oder Goldhaferwiesen aufgebracht werden, die durch das Schlegeln geschaffenen Nährstoffe werden nicht gebunden und somit ausgewaschen.
- In der Juni-Variante ist nur das Schlegeln erfolgreich beim Zurückdrängen der Lupine. Bei der Juli-Variante wirkt sich neben dem Schlegeln die Mahd positiv auf das Zurückdrängen der Lupine als auch auf die floristische Entwicklung des Bestandes aus. Die besten Regulierungsmöglichkeiten bringt die zweimalige Pflege im Juni und August, insbesondere die Mahd erreicht auch eine gute floristische Entwicklung (nach 3 bis 5 Jahren Übergang in einjährige Mahd).
- Das Mulchen trägt zur Nährstoffanreicherung bei und fördert somit hochwachsende und konkurrenzstarke Arten.
- Maßnahmen müssen immer vor der Ausreifung der Samen ca. Ende Juli erfolgen. Danach werden die Samen verschleppt und in ein bereitetes Bett fallen.
- Auf funktionsfähigen Borstgrasrasen und Goldhaferwiesen fühzeitig mähen, um Bestand dicht zu halten.
- Weitere Verbrachung wertvoller Flächen, in denen sich Lupinus-Bestände entwickeln, verhindern.
- Geeignet sind Kreiselmäher, Balkenmäher, Mulchgerät und Rhönschafe.
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