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2003 - Ursachen und Auswirkungen der Ausbreitung von Lupinus polyphyllus Lindl. im Bergwiesenökosys.


 

Bibliothek 1628
Verfasser Dipl.-Ing. agr. Harald Volz
Titel Ursachen und Auswirkungen der Ausbreitung von Lupinus polyphyllus Lindl. im Bergwiesenökosystem der Rhön und Maßnahmen zu seiner Regulierung
Umfang 162 S.
Reihe Dissertation
Hochschule Universität Gießen
Professur Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
Fachbereicb Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement Dekan: Prof. Dr. Wolfgang Köhler
Jahr 2003
Zielsetzung In der Arbeit sollen die Ursachen für den Etablierungserfolg von Lupinus polyphyllus in den Bergwiesen der Rhön dargestellt und analysiert werden. Aus diesen Ergebnissen wird ein Maßnahmenkatalog für den zukünftigen Umgang mit Lupinus polyphyllus abgeleitet, um das aus naturschutzfachlicher und kulturhistorischer Sicht schützenswerte Bergwiesen-Ökosystem der Rhön in seinem Bestand zu erhalten.
Inhalt
  • Untersuchungskonzept
  • Untersuchungsgebiete in der Rhön
  • Methoden (Auswertung vegetationskundlicher Bestandsaufnahmen, flächige Erfassung von Lupinus polyphyllus, Biomasseentwicklung und Nährstoffhaushalt, Auswertungsmethoden)
  • Ergebnisse und Diskussion
  • Möglichkeiten eines zukünftigen Managements von Lupinus - Beständen anhand von Pflegeversuchen werden ermittelt und dargestellt
Ergebnisse
  • Der Neophyt Lupinus polyphyllus wurde 1942 zur Standortsverbesserung in Fichtenaufforstungen der "Langen Rhön" eingesät was Voraussetzung für seine weitere Verbreitung war
  • Flächige Ausbreitung des Neophyten konnte erst durch Nutzungsänderungen in den letzten Jahrzehnten erfolgen
  • Durch Veränderungen der Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft (Verbrachung, späte Mahd) wurde die Einnischung des Neophyten in das Bergwiesenökosystem der Hochrhön gefördert
  • Amplitude der Pflanzengesellschaften, in denen sich Lupinus polyphyllus einnischt reicht von artenreichen Borstgrasrasen über Goldhaferwiesen bis hin zu Feuchtwiesen (Schwerpunkt der Verbreitung liegt in den Goldhaferwiesen)
  • Sobald Lupinus polyphyllus in die Bergwiesenökosysteme Borstgrasrasen und Goldhaferwiesen eindringt, überwächst sie diese ab dem zweiten Lebensjahr
  • Lupinus polyphyllus kann sowohl durch den Einsatz von Maschinen als auch durch Schafe reguliert werden. Entscheidend für den Erfolg sind der Zeitpunkt (vor Ausreifung der Samen) und die Wiederholung der Maßnahmen. Jede Pflegemaßnahme muss über 3-5 Jahre hinweg mindestens zweimal jährlich durchgeführt werden
  • Die Etablierungswahrscheinlichkeit des Keimlings kann durch Erhaltung bzw. Schaffung einer geschlossenen Grasnarbe reduziert werden, was durch ein langfristiges Managementkonzept erreicht werden kann


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