| Bibliothek |
1323 (CD); digitale Bibl. Bay. |
| Verfasser |
Schönthaler, Konstanze (Dipl.-Ing.) |
| Titel |
Modellhafte Umsetzung und Konkretisierung der Konzeption für eine ökosystemare Umweltbeobachtung am Beispiel des länderübergreifenden Biosphärenreservates Rhön, F+E-Vorhaben 109 02 076 |
| Umfang |
208 S. |
| Reihe |
Forschungsprojekt |
| Auftraggeber |
Umweltbundesamt, Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung u. Umweltfragen |
| Auftragnehmer |
Bosch & Partner GmbH |
| Betreuer |
Dr. Hain (UBA), M.R. Mayerl (BStMLU) |
| Jahr |
2001 |
| Zielsetzung |
- Beitrag zu den vom BMU angeregten Aktivitäten zur besseren Koordinierung und effektiveren Ausgestaltung der Umweltbeobachtung des Bundes und der Länder
- Umsetzung der 1990 vom Rat der Sachverständigen für Umweltfragen vorgeschlagenen Umorientierung der bisherigen Umweltbeobachtungspraxis: Empfehlung einer stärker medien- und sektorübergreifenden sowie harmonisierten Vorgehensweise und Ausrichtung der Umweltbeobachtung am Auftrag der Früherkennung von Umweltveränderungen und der Risikovorsorge
- Ökosystemare Umweltbeobachtung: Koordination und integrierende Datenauswertung der laufenden Beobachtungen vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Beobachtung von Struktur und Funktion von Ökosystemen
- Test der theoretischen Vorarbeiten anhand des Biosphärenreservats Rhön, da hier drei unterschiedliche Programme und Messnetze verknüpft werden müssen
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| Inhalt |
Konkretisierung der ökosystemaren Umweltbeobachtung (ÖSUB):
- Ausarbeitung eines Kerndatensatzes mit 500 Beobachtungsgrößen
- Erarbeitung von Vorschlägen für eine harmonisierte Erhebung von Umweltdaten
- Entwicklung eines Auswertungskonzepts für die ökosystemare Umweltbeobachtung (dafür Erarbeitung von 10 Ursache-Wirkungskomplexen, die Umweltprobleme thematisieren; diese in drei Ebenen unterteilt (Ursachen, Primär-, Sekundärwirkungen); daraus ca. 180 Teilhypothesen zu künftigen Umweltveränderungen formuliert)
Modellhafte Umsetzung und Erprobung
- Zusammenstellung aller im Biosphärenreservat Rhön laufenden Umweltbeobachtungen und Messungen
- Überblick über die in den Landesbehörden im Routine- und Forschungsbetrieb angewandten Methoden zur Auswertung der in den Beobachtungsprogrammen und Messnetzen erhobenen Daten: oft fehlen Kapazitäten, Daten intensiver auszuwerten
- Formulierung regionaler Ursache- Wirkungshypothesen (workshops mit Vertretern der Landesbehörden und der Biosphärenreservatverwaltungen)
- Erstellung eines beispielhaften Umweltberichts mit beispielhaften Auswertungen vorhandener Daten
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| Ergebnisse |
- bereits 70% der Parameter des Kerndatensatzes werden bereits heute in der Rhön erhoben, von den fehlenden 90% weniger wichtig
- nur für biotische Erhebungen ergänzende Beobachtungen notwendig, um aussagekräftige Auswertungen machen zu können
- nicht alle Teilräume, die für die Rhön auf statistischem Wege definiert wurden, weisen Mess- und Beobachtungsstandorte auf. Hier müssen gewonnene Schätzdaten durch einzelne Erhebungen überprüft werden
- methodische und inhaltliche Beiträge der ÖSUB zur Erfüllung von Berichtspflichten, ersetzt aber nicht die Umweltberichte der Länder und des Bundes
- Hilfe zum Aufbau von Indikatorensystemen
- Aufgrund der bestehenden Organisation in Landes- und Bundesbehörden harmonisierte Umsetzung der ÖSUB schwierig; Umsetzung v.a. in Eigenverantwortung der Länder
- Aufgreifen des Konzeptes bereits in Brandenburg, Schleswig-Holstein und bald Berchtesgaden
- Diskussion einer koordinierenden Stelle zur organisatorischen und methodisch-fachlichen Unterstützung für die integrierende Datenauswertung und die Erarbeitung des Umweltberichts
- Für die Datenerhebung geringer, für die integrierende Datenauswertung hoher Zusatzaufwand
- Notwendigkeit einer klaren politischen Willensäußerung zur Realisierung des Konzeptes
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