Biosphärenreservat Rhön
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2001 - Vegetationskundliches Monitoring im NSG "Lange Rhön"


Bibliothek 1283, als CD und in digitaler Bibl. Bay.
Verfasser Volz, Harald (Dip.-Ing.)
Titel Vegetationskundliches Monitoring im NSG "Lange Rhön" - Gebiet Leitgraben -
Umfang 62 S.
Reihe Forschungsprojekt
Auftraggeber Fr. Pokorny; H. Spitzl (Bayerische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön); Prof. Dr. Dr. Annette Otte (Justus-Liebig-Universität Gießen, Professur für Landschaftsökologie und Landschaftsplanung)
Auftragnehmer Umwelt Planung Volz, Gießen
Jahr 2001
Zielsetzung Inwiefern ist die Kontrolle (Beweidung mit Rhönschafen, vorverlegte Mahdtermine) zielführend und effektiv
Inhalt
  • Aufgabenstellung, Untersuchungsgebiet, Versuchsdesign, Methodenüberblick
    - In der Ersterhebung wurden während der Vegetationsperiode 2001 auf 10 Transektflächen insgesamt 108 Vegeationsaufnahmen nach der Methode von Braun-Blanquett und zusätzlicher Massenprozentschätzung nach Klapp durchgeführt
  • Ergebnisse: Transekte Hangen Leite, Transekte Bereich Leitgraben - Hochrhönstraße, Transekte Leitgraben - Abfahrt Thüringer Hütte (Obere Hangen Leite), Heidelstein Nordhang
  • Beurteilung der Ergebnisse (Funktion und Wirkungsweise der Staudenlupine) und Empfehlung für die Praxis (Maßnahmen, Zielkonflikte bei der Umsetzung, Naturschutzfachliche Zielkonflikte mit dem Vertragsnaturschutz, Negativbeispiele im NSG "Lange Rhön", bereits eingeleitete Maßnahmen, flächiges Monitoring)
Ergebnisse
  • Die Staudenlupine mischt sich in artenreiche Borstgrasrasen, Goldhaferwieen, Feuchtwiesen, Kleinseggenrasen ein
  • Die Diasporen sind mit hohen Stickstoff- und Alkaloidgehalten ausgestattet, bei allen Temperaturen stark keimfähig, auf offene kunkurrenzarme Bodenstellen angewiesen
  • Die Staudenlupine fungiert im Ökosystem der montanen Rhöner Bergwiesen als Schlüsselart: sie steuert den quantiativen Stoffhaushalt maßgeblich (sie baut eine neue Vegetationsschicht ein, reichert den Oberboden mit Nährstoffen an), wirkt auch auf Licht-, Temperatur-, Wasser- und/oder Nahrstoffhaushalt ein, das Arteninventar verschiebt sich zugunsten nährstoffliebender Gräser, später setzen sich Ruderalarten durch.
  • Die Ausbreitung der Staudenlupine ist im NSG "Lange Rhön" so weit fortgeschritten, dass viele Bereiche aus naturschutzfachlicher Sicht nicht mehr schützenswert sind. Pflegeverträge werden teurer je länger man wartet, die Rhön ist in ihrer Eigenart gefährdet
  • Die untere Naturschutzbehörde verfügt über ausreichend Fachkompetenz, es fehlt aber an einem Kontroll- und Lenkungsinstrument, die mit Umsetzungskompetenzen ausgestattet ist.
  • Wesentliche Grundzüge zum Umgang mit der Staudenlupine wurden in der Studie VOLZ&OTTE (Monitoring maschinelle Pflegemaßnahmen) und dem vorliegenden Bericht "Monitoring Leitgraben" erarbeitet; Lösungskonzepte nur durch Zusammenführung der wissenschaflichen Erkenntnisse aller Fachrichtungen zielführend; Kooperationsbasis Fortschreibung des Pflege- und Entwicklungsplanes "Lange Rhön"


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