Biosphärenreservat Rhön
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1998 - Beiträge zu hochmontanen, edellaubholz- bzw.buchenreichen Wäldern der Rhön

 

Bibliothek 471 Thüringen
Verfasser Denner, Maik
Titel Beiträge zu hochmontanen, edellaubholz- bzw.buchenreichen Wäldern der Rhön unter besonderer Berücksichtigung der Assoziationen Aceri-Fagetum und Ulmo-Aceretum
Umfang 116 S. u. Anlagenbuch
Reihe Diplomarbeit
Hochschule TU-Dresden, Institut für Allgemeine Ökologie und Umweltschutz
Studiengang Forstwissenschaften
Lehrstuhl/Betreuer Prof. Dr. P. Schmidt
Jahr 1998
Zielsetzung
  • Sind die hochstaudenreichen, hochmontanen Buchenwälder bzw. Edellaubholzmischwälder der Rhön zu den Waldgesellschaften Hochmontaner Bergahorn-Buchenwald bzw. Hochmontaner Bergulmen-Bergahorn-Schlucht- und Steinschuttwald zu stellen?

  • Frage nach ihrer Schutzwürdigkeit: Weil der Flächenanteil der Kernzone im Biosphärenreservat Rhön unter den geforderten 3% liegt und die Blockschuttwälder evtl. innerhalb der Kernzonen noch unterrepräsentiert sind, wurde im Dachswald im Bereich einer geplanten Naturwaldparzelle eine Kartierung der realen Vegetation und eine Analyse des Totholzes zur Dokumentation des Zustandes vor dem Nutzungsverzicht durchgeführt.

     

Inhalt
  • Vorstellung des Untersuchungsgebietes

  • Methodik (Forstgeschichtliche Studien, Literaturrecherche, Vegetationsaufnahmen, Vegetationskartierung, Totholzanalyse, Verjüngungsaufnahmen)
  • Ergebnisse (Forstgeschichte der Hohen Rhön, Aceri-Fagetum und Ulmo-Aceretum, Ausgeschiedene Waldgesellschaften, Die Vegetation der geplanten Naturwaldparzelle Dachswald, Totholz, Verjüngung)
  • Schutzwürdigkeit und Abgrenzung der geplanten Naturwaldparzelle Dachswald
  • Pflanzensoziologische Einordnung der hochmontanen und hochstaudenreichen Wälder der Rhön (System Oberdorfer)

     

Ergebnisse
  • In der hochmontanen Stufe der Rhön sind Buchenwälder und hygrophile Waldökosysteme (Adoxo-Aceretum, Stellario-Alnetum) naturnah erhalten, in deren Krautschicht hochmontan-subalpine Hochstauden in einer Kombination auftreten, wie es in Ostdeutschland nicht mehr und in Westdeutschland nur selten in den höchsten Mittelgebirgen und den Alpen der Fall ist.

  • Bei den hochmontan-subalpinen Hochstauden der Rhön handelt es sich überwiegend um Trennarten der Waldgesellschaften Hochstauden-Bergahorn-Buchenwald (Aceri-Fagetum) und Hochstauden-Schluchtwald (Ulmo-Aceretum).

  • Die Mehrzahl der Trennarten des Hochstauden-Bergahorn-Buchenwaldes fehlt jedoch in der Rhön aus arealgeographischen Gründen.

  • Es wird vorgeschlagen, die Buchenwälder der Rhön mit hochmontan-subalpinen Hochstauden als hochmontane Höhenform des Waldgersten-Buchenwaldes anzusehen, wobei ein Übergangscharakter zum Aceri-Fagetum nicht verkannt werden darf.

  • Ein Hochstauden-Schluchtwald in den Blockschuttwäldern ist aufgrund der äußert geringen Repräsentanz entsprechender Arten nicht zu erkennen.

  • Sowohl die Blockschuttwälder als auch die hochstaudenreichen Buchenwälder der Rhön sind aufgrund ihrer Naturnähe, Arten- und Strukturvielfalt, Repräsentanz innerhalb der BRD sowie ihrer bundesweiten Seltenheit (Aceri Fagetum) und Gefährdung (Fraxino-Aceretum) besonders schutzwürdige Waldökosysteme.

 

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