Biosphärenreservat Rhön
Winter Laub

Infothek Wissenschaft

1993- Ökonomische, soziale und ökologische Aspekte der Schafhaltung im bay. Teil des BSR

 

Bibliothek 449
Verfasser Rittershofer, Michael
Titel Ökonomische, soziale und ökologische Aspekte der Schafhaltung im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön
Umfang 144 Seiten, 6 Abbildungen (Diagramme), 30 Tabellen
Anhang: u.a. Fragebogen, Statistiken, Gesetzestexte, Ergebnisse der Befragungen, Deckungsbeitragsberechnungen, Berechnungen von Betriebseinkommen,
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Technische Universität München - Weihenstephan
Studiengang Fachbereich Landwirtschaft und Gartenbau
Lehrstuhl/Betreuer Wirtschaftslehre des Landbaues
Jahr 1993
Zielsetzung Erfassung der aktuellen Situation der Schafhaltung und Aufzeigen der Möglich-keiten für eine zukünftige Entwicklung Herausarbeiten der Verknüpfungen zwischen den Zielen und Anforderungen von Naturschutz und Landschaftspflege einerseits und Schafbeweidung andererseits
Inhalt Grundlagen der Schafhaltung
Betriebsformen der Schafhaltung - Produktionsvorgaben - Rassen - Förderungs-maßnahmen der Schafhaltung - Auswirkungen der Schafbeweidung auf den Standort
Situationsanalyse
Material und Methoden - Beschreibung des Untersuchungsgebietes - Mehrfachnutzung der Landschaft im Biosphärenreservat Rhön - Situation der Schafhaltung in der bayerischen Rhön
Diskussion der Ergebnisse
Ökonomische Beurteilung der Schafhaltung - Entwicklungstendenzen in der Schafhaltung - Möglichkeiten des Naturschutzes und der Landschaftspflege durch Schafbeweidung
Ergebnisse
  • Die Koppelschafhaltung trägt nur wenig zum Betriebseinkommen bei und weist eine geringe Arbeitszeitverwertung auf. Nur bei Erreichen eines hohen Preisniveaus durch Direktvermarktung und bei einer größeren Schafherde kann ein gutes wirtschaftliches Ergebnis erreicht werden.

  • Die Hüteschafhaltung erzielt unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen ein zufriedenstellendes Betriebseinkommen.

  • Die Wirtschaftlichkeit beider Betriebsformen hängt wesentlich von den staatlichen Transferzahlungen ab. Ohne diese ist die Schafhaltung aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll

  • Der Rückgang der Hüteschafhaltung beruht auf erschwerten Bewirtschaftungs-bedingungen und einer schwierigen sozialen Situation der Schäfer

  • Die Schafbeweidung in der Hochrhön ist mittelfristig gesichert.

  • Um eine langfristige Sicherung der Hüteschafhaltung zu gewährleisten, müssen Strategien zur Veränderung der strukturellen und sozialen Bedingungen entwickelt werden.l

  • Es müssen Lösungen gefunden werden, die einerseits den Zielen des Naturschutzes gerecht werden, und andererseits die Existenz der schafhaltenden Betriebe sichern. Hierzu sind Entschädigungszahlungen für Pflegekosten und Mehraufwand aufgrund von veränderter Weideführung notwendig.

 

Zurück zur Übersicht