Biosphärenreservat Rhön
Schwarzkelchen im Biosphärenreservat Rhön

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1993 - Analyse der Population der Thüringer Waldziege im Hinblick auf ihre Erhaltung

 

Bibliothek 291
Verfasser Stier Karola
Titel Analyse der Population der Thüringer Waldziege im Hinblick auf ihre Erhaltung
Umfang 49 S.
Reihe Diplomarbeit
Hochschule Universität Gesamthochschule Kassel
Studiengang Landwirtschaft, Internationale Agrarentwicklung und Ökologische Umweltsicherung
Lehrstuhl/Betreue Prof. Dr. G. Biedermann
Jahr 1993
Zielsetzung
  • Überblick über die sich nach der "Wende" mehr und mehr verstreuenden Tiere zu behalten

  • Grundlage für die Erhaltung der Rasse zu schaffen

  • Bestandsaufnahme der Rasse

  • Konkrete praxisrelevante Vorschläge für die zukünftige Zuchtplanung

Inhalt
  • Erhaltung alter Haustierrassen in kleinen Populationen

  • Zuchtgeschichte der Thüringer Waldziege

  • Bestandsaufnahme und Populationsanalyse

  • Diskussion und Schlußfolgerung

Ergebnisse
  • Rasse entstand um die Jahrhundertwende in Thüringen aus Kreuzungen der einheimischen Landschläge mit Toggenburger Ziegen aus der Schweiz

  • 1935 als eigenständige Rasse anerkannt

  • bedrohlich sinkende Bestandszahlen, deshalb wurde Ende der 70er Jahre die Weiße und Bunte Deutsche Edelziege eingekreuzt

  • 1988 wurden einige Toggenburger aus der Schweiz eingeführt, die bis 1991 in der Zucht waren

  • ausführliche Bestandsaufnahme durch Aufsuchen und Befragen der Züchter

  • 1993 gab es 146 zuchtfähige Thüringer Waldziegen, 124 weibliche und 22 männliche Tiere, die in sieben Bundesländern gehalten werden

  • das durchschnittliche Alter beträgt 3,5 Jahre

  • Voraussetzung, Rasse in Reinzucht zu erhalten, ist erfüllt

  • 1959 gab es 13 männliche Blutlinien

  • heute nur noch zwei Blutlinien und zwei weitere durch Einkreuzung mit Toggenburger Ziegen

  • Inzuchtschäden sind nicht beobachtet

  • um Populationsgröße zu erhöhen, sollten Tiere aus der Landeszucht gekennzeichnet werden und in aktiver Zuchtpopulation mit einbezogen werden

  • alle Tiere sollten von einer zentralen Stelle aus betreut werden (in Zusammenarbeit mit Züchtern und Zuchtverbänden), die die Bestands- und Abstammungsverwaltung übernehmen

  • dies könnte die "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen" übernehmen

  • Aufgabe ist auch Zuchttiere zu vermitteln und Anpaarungsempfehlungen zu geben

  • finanzielle Unterstützung der Züchter notwendig

 

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