Biosphärenreservat Rhön
Rotmilan_fliegend

Biosphärenreservate weltweit

Viele Wege weltweit
Bereits 1970 begann die UNESCO im Rahmen des Programms „Der Mensch und die Biosphäre" (Man and the Biosphere - MAB) damit, ein weltweites Netzwerk von Biosphärenreservaten als Modellregionen für das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur aufzubauen. So soll die natürliche Vielfalt geschützt und gleichzeitig die Zusammenarbeit der Völker weltweit gefördert werden. Der internationale Austausch von Erfahrungen leistet dabei einen wichtigen Beitrag. Die Erde soll schließlich auch für zukünftige Generationen ein lebenswerter Ort bleiben.

Eine besondere Rolle spielen für MAB-Projekte deshalb der Naturschutz und die Erhaltung regionaler Besonderheiten. Die Erfahrung lehrt dabei, dass es für die Reservate keinen „Königsweg" gibt. Projekte, die in Mitteleuropa sinnvoll sind und zu guten Ergebnissen führen, können in Lateinamerika oder Arabien an traditionellen Bräuchen oder religiösen Bindungen scheitern. Manche Ideen lassen sich auch wegen völlig verschiedener Klimabedingungen nicht umsetzen. Deshalb sollen Biosphärenreservate in allen Regionen der Erde aufzeigen, wie Probleme landestypisch vor Ort gelöst werden können und dass viele unterschiedliche Wege in eine nachhaltig gestaltete Zukunft führen.

Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass unser Handeln ökologisch vertretbar, wirtschaftlich sinnvoll und sozial ausgerichtet sein muss. Die Biosphärenreservate haben sich diesem Anspruch verpflichtet und entwickeln vielfältige Projekte, um nachhaltiges Handeln beispielhaft vorzuleben.

International einheitliche Regeln
Unterstützung für die Idee der nachhaltigen Entwicklung erhielt „Man and Biosphere" durch die „Agenda 21". Dieses Aktionsprogramm beschlossen die UN-Mitgliedsstaaten 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Darin verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten zu einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung, sei es in Wirtschafts-, Umwelt- oder auch Entwicklungspolitik. Biosphärenreservate gelten als Musterbeispiel dafür, wie die Umsetzung der Agenda 21 auf lokaler Ebene aussehen kann.

Große Fortschritte machte das Konzept der Biosphärenreservate durch die 1995 veröffentlichte Sevilla-Strategie der UNESCO. Darin wurde erstmals anerkannt, dass der Schutz der biologischen Vielfalt nur gelingen kann, wenn man auch die betroffenen Menschen einbindet. In der Strategie wurden anhand von vier Zielen Empfehlungen gegeben, wie die Reservate in Zukunft ihrer Aufgabe der nachhaltigen Entwicklung nachkommen können. Gleichzeitig wurden die „Internationalen Leitlinien für das Funktionieren des Weltnetzes der Biosphärenreservate" erstellt - ein Katalog, in dem beispielsweise festgelegt ist, welche Kriterien ein Biosphärenreservat erfüllen muss, wie seine Arbeit gefördert und überprüft wird.

Die Strategie wurde 2008 im Madrider Aktionsplan weiterentwickelt und um neue Ziele bis 2013 ergänzt. Besonders in Anbetracht der Folgen des Klimawandels werden die Biosphärenreservate in Zukunft eine wichtige Rolle für die Entwicklung von neuen Ideen für nachhaltiges Wirtschaften spielen.

Um von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt zu werden, muss eine Region die Sevilla-Strategie beachten und die Internationalen Leitlinien erfüllen. Wichtige Voraussetzungen sind etwa, dass die Gegend für ihre besonderen Landschaftsformen und Ökosysteme repräsentativ ist und bedeutend zum Erhalt der biologischen Vielfalt beiträgt. Durch die UNESCO-Anerkennung wird eine Region automatisch Teil des Weltnetzes der Biosphärenreservate, das Erfahrungsaustausch und Partnerschaften erlaubt. Finanzielle Unterstützung kann die UNESCO allerdings nicht bieten.

Weitere Informationen unter:

UNESCO Biosphärenreservat Leitlinien
UNESCO Sevilla-Strategie

 

 

 

 

Aktuelle Termine

01.05.2012 bis 31.05.2012 - 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Ausstellung "Wilde Rhön"

22.05.2012 - 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr

Kräuter im Garten - ein Erlebnis für alle Sinne

23.05.2012 - 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr

"Die Ritter der Bäche"

24.05.2012 - 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Europäischer Tag der Parke 2012

26.05.2012 - 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Pfingstkonzert der Klanginitiative Rhön

Besonderes