Das Klima der Rhön ist geprägt von seiner mittleren Höhenlage, aber auch von seiner Lage in Osthessen. Hier herrscht nämlich der Einfluss des Kontinents vor, das mildernde Meer trägt doch weniger zu Klima und Wetter in dieser Region bei als in den meisten anderen Gegenden Hessens. Während in den letzten Jahren in Südhessen, im Rhein-Main-Gebiet und allgemein in den tieferliegenden Regionen Hessens nur an wenigen Tagen im Jahr eine geschlossene Schneedecke vorzufinden war, sieht es hiermit in der Rhön immer noch um einiges besser aus. In kälteren, feuchteren Novembern findet sich in großen Teilen der Rhön bereits eine geschlossene Schneedecke, die Wasserkuppe hüllt sich im März sicher noch an etlichen Tagen, selten sogar noch im April, in einen Schneemantel ein, während im Tal dann ein ungemütliches \"Schmuddelwetter\" herrscht. Und: aus einigen wenigen Zentimetern Schnee, die im Tal liegen, werden in der Hohen Rhön oftmals ein guter halber Meter oder mehr!
Im Gegenzug lässt das Frühjahr natürlich auf sich warten. Schon in Fulda tritt es etwa eine Woche bis zehn Tage später an als in Frankfurt, doch wenn in der zweiten Aprilhälfte dort schon grün und Blüten vorherrschen, ist in den höheren Lagen des \"Landes der offenen Fernen\" fast noch Winter, nur sehr verhalten zeigt sich erstes Grün und einige Frühblüher.
Dass die Sommer frischer und kürzer sind als anderswo in Hessen, muss nicht notwendigerweise immer ein Nachteil sein. Es kann - wenn man bedenkt, dass sich die mitteleuropäischen - also auch die hessischen - Sommer durch einen eher unbeständigen Witterungscharakter auszeichnen. Auf der anderen Seite mag in Frankfurt, Wiesbaden oder Darmstadt im Hochsommer oft eine unangenehme Schwüle aufkommen, die man in der Rhön nicht vorfindet. Des Einen Leid ist des Anderen Freud\' - Sind es in der Rhön statistisch gesehen auch weniger Tage pro Jahr, die ins Freibad oder an einen Badesee locken, als in Südhessen, so ist andererseits die Wärme- und Schwülebelastung auch deutlich geringer.
Ideal also zum Wandern und für diverse sportliche Aktivitäten. Und dann ist da schließlich noch der Herbst, der zumeist in bergigen Regionen doch einen deutlich höheren Reiz ausübt als in den tieferen Lagen. Wer kennt nicht den Begriff \"Altweibersommer\" und die Assoziationen, die mit ihm gemacht werden: Das buntverfärbte Laub, die mit Tau und Reif überzogenen Wiesen am frühen Morgen, und nicht zuletzt die längeren sonnigen Perioden mit idealem Wanderwetter. Diese sind in der Rhön häufiger anzutreffen als im Umland, erhebt sie sich doch über die Talnebel, die die Sonne ab Anfang Oktober häufig nicht mehr aufzulösen vermag und die deshalb den ganzen Tag bestehen.
25.02.2010 (bis 11.04.2010)
01.03.2010 (bis 12.03.2010)
13.03.2010 - 10:00 (bis 14.03.2010)
13.03.2010 - 10:00
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