Das malerische Poppenhausen im Herzen der hessischen Rhön
Die UNESCO erkannte1991 die uralte Kulturlandschaft der Rhön als Biosphärenreservat an, das sich die Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen teilen.
Doch was bedeutet diese Auszeichnung?
Biosphärenreservate: Modellregionen der UNESCO
Die UNESCO als Weltkulturorganisation begründete 1970 das Programm „Der Mensch und die Biosphäre" bzw. „Man and Biosphere". Es möchte die Zusammenarbeit der Völker weltweit stärken und dafür sorgen, dass die Erde dauerhaft bewohnbar bleibt. Auch künftige Generationen sollen ein menschenwürdiges Dasein führen können. Dabei kommt dem Natur- und Artenschutz eine besondere Rolle zu.
1992 verabschiedeten die Vereinten Nationen in Rio de Janeiro die AGENDA 21 - ein Aktionsprogramm für die nachhaltige Zukunftsgestaltung. Dadurch erhielt „Man and Biosphere" eine neue Dynamik. Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass unser Handeln ökologisch vertretbar, wirtschaftlich sinnvoll und sozial ausgerichtet sein muss. Die Biosphärenreservate haben sich diesem Anspruch verpflichtet und entwickeln vielfältige Projekte, um nachhaltiges Handeln beispielhaft vorzuleben.
Die Aufgaben der Biosphärenreservate gliedern sich gegenwärtig in drei Teilbereiche:
- Schutz der Artenvielfalt
- Nachhaltige Entwicklung (ökologisch, ökonomisch und sozial)
- Bildungsarbeit, Forschung, Kommunikation, systematische Überwachung (Monitoring)
Viele Wege weltweit
Schon 1970 begann die Staatengemeinschaft überall auf der Erde Biosphärenreservate als Modellregionen auszuweisen. Die Erfahrung lehrt aber, dass es für die Reservate keinen „Königsweg" gibt. Projekte, die in Mitteleuropa sinnvoll sind und zu guten Ergebnissen führen, scheitern vielleicht in Lateinamerika oder Arabien an der Mentalität der Bevölkerung bzw. an religiösen Bindungen. Oder die Vorhaben können auf Grund ganz anderer Klimabedingungen nicht umgesetzt werden. Deshalb sollen Biosphärenreservate in allen Regionen der Erde aufzeigen, wie landestypische Probleme vor Ort gelöst werden können und unterschiedliche Wege in eine nachhaltig gestaltete Zukunft führen.
25.02.2010 (bis 11.04.2010)
01.03.2010 (bis 12.03.2010)
13.03.2010 - 10:00 (bis 14.03.2010)
13.03.2010 - 10:00
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