Biosphärenreservat Rhön
Quellen der Rhön

Biosphärenreservate in Deutschland

Die ersten deutschen Biosphärenreservate wurden bereits 1979 in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik gegründet. Mit der Wiedervereinigung bot sich die einmalige Chance, großflächige Landschaften in Ostdeutschland unter Schutz zu stellen. Denn fast 15 Prozent des DDR-Staatsgebiets blieben so gut wie unberührt - als Grenzsicherungsräume, Truppenübungsplätze und Staatsjagdgebiete. Der Ministerrat der DDR verabschiedete noch in seiner letzten Sitzung am 12. September 1990 das so genannte Nationalparkprogramm, mit dem rund vier Prozent der Landesfläche geschützt wurden. Daraus entstanden sechs Biosphärenreservate, darunter auch die Thüringische Rhön. Gemeinsam beschlossen die drei Länder Bayern, Hessen und Thüringen in der Folge, die Rhön länderübergreifend als ein Biosphärenreservat zu entwickeln. Ein gemeinsamer Antrag wurde an die UNESCO gestellt und 1991 positiv beschieden.
Bis heute hat die UNESCO 15 Biosphärenreservate in Deutschland anerkannt. Damit unterliegen diese Großschutzgebiete international gültigen Regeln. Sie repräsentieren wichtige Lebensräume und charakteristische Kulturlandschaften.

* Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Baden-Württemberg
* Bliesgau - Saarland
* Flusslandschaft Elbe - Brandenburg - Brandenburg
* Flusslandschaft Elbe-Mecklenburg Vorpommern - Mecklenburg-Vorpommern
* Hamburgisches Wattenmeer - Hamburg
* Karstlandschaft Südharz i.G. - Sachsen-Anhalt
* Mittelelbe - Sachsen-Anhalt
* Niedersächsische Elbtalaue - Niedersachsen
* Niedersächsisches Wattenmeer - Niedersachsen
* Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft - Sachsen
* Pfälzerwald-Nordvogesen - Rheinland-Pfalz
* Schaalsee - Mecklenburg-Vorpommern
* Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen - Schleswig-Holstein
* Schorfheide-Chorin - Brandenburg
* Spreewald - Brandenburg
* Südost-Rügen - Mecklenburg-Vorpommern
* Vessertal-Thüringer Wald - Thüringen

weitere Informationen gibt es bei

EUROPARC Deutschland
Deutsche UNESCO-Kommission e.V

 

Anerkennungskriterien für Biopshärenreservate in Deutschland

Repräsentativität

Das Biosphärenreservat muss Landschaften und Lebensräume umfassen, die von den Biosphärenreservaten in Deutschland bislang nicht ausreichend repräsentiert werden und die aufgrund ihrer natur- und kulturräumlichen wie auch gesellschaftlichen Gegebenheiten in besonderer Weise geeignet sind, das MAB-Programm der UNESCO beispielhaft in Deutschland umzusetzen und international zu repräsentieren.

Zonierung

Das Biosphärenreservat muss in Kern-, Pflege- und Entwicklungszone gegliedert sein.

Die Kernzone muss mindestens 3% der Gesamtfläche einnehmen. Die Pflegezone soll mindestens 10% der Gesamtfläche einnehmen. Kernzone und Pflegezone müssen zusammen mindestens 20 % der Gesamtfläche betragen. Die Kernzone soll von der Pflegezone umgeben sein.

Die Entwicklungszone muss mindestens 50 % der Gesamtfläche einnehmen, in marinen Gebieten gilt dies für die Landfläche.Das Biosphärenreservat soll zur Erfüllung seiner Funktionen in der Regel mindestens 30.000 ha umfassen und nicht größer als 150.000 ha sein. Länderübergreifende Biosphärenreservate dürfen diese Gesamtfläche bei entsprechender Betreuung überschreiten.

Ausführliche Informationen erhalten Sie im PDF-Dokument

 

Anerkennungskriterien.pdf

Aktuelle Termine

26.04.2014 - 10:00 Uhr

Obstbaum-Veredelungskurs

26.04.2014 - 10:00 Uhr

Frühblüher in der Rhön

04.05.2014 - 13:00 Uhr

Saurier in der Rhön

08.05.2014 - 18:00 Uhr

Kräuterwanderung im Frühling