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Großartige Perspektiven und Chancen eröffneten sich für das „Land der offenen Fernen“ als die Rhön 1991 von der UNESCO als Biosphärenreservat geadelt wurde. Es war nicht nur der Beginn einer neuen Ära, sondern auch ein Bekenntnis und ein Versprechen, die Kulturlandschaft Rhön mit all ihren Facetten in eine nachhaltige Zukunft zu führen. Die deutsche Wiedervereinigung schuf die Voraussetzung für ihre Auszeichnung durch die UNESCO.
In dem Veranstaltungsprogramm des Biosphärenreservat Hessische Rhön 2013 sind eine Vielfalt an Veranstaltungen, die dazu beitragen sollen, die Wertschätzung für unsere schöne Rhön zu erhöhen. Aus vielen Informationsveranstaltungen sind in der Vergangenheit Regionalentwicklungsprojekte erwachsen. Auch werden über den Veranstaltungskalender Forschungsergebnisse, die in der Rhön erziehlt wurden, einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Der Kalender ist darüber hinaus ein Spielgelbild der Rhöner Akteure, die in zahlreichen Netzwerken miteinander zum Wohle der Rhön arbeiten. Dies spiegelt sich in der großen Zahl von Kooperationsveranstaltungen wieder.
Da die Veranstaltungsreihe des Biosphärenreservates Rhön
aus dem Projekt „Biosphärenreservate als Modellregionen
für Klimaschutz und Klimaanpassung“ entstanden ist, haben
wir in diesem Flyer für 2013 neu Termine rund ums Klima
aufgenommen. Eine Aufgabe des Biosphärenreservates Rhön
ist es, für einen besseren Ressourcenschutz zu werben und
Hilfestellungen anzubieten. Um nachhaltig an dem sich
ständig wandelnden Thema „Klimaschutz durch Energieeffizienz
und regenerative Energieerzeugung“ zu arbeiten, führt
das Biosphärenreservat Rhön auch 2013 wieder zahlreiche
Veranstaltungen durch, die im Wesentlichen folgende Ziele verfolgen:
• Kosten für Energie senken
• Klima schützen
• Komfort mit ökologischem Augenmaß sichern
• Kontakte in der Region knüpfen
Egal, ob Sie eine spannende Exkursion in die Kernzone des Biosphärenreservats, eine Erlebniswanderung auf einen der zahlreichen Gipfel der Rhön oder einen Ausflug auf einen Bauernhof mit Tieren zum Anfassen machen möchten, hier finden Sie garantiert das richtige Angebot für sich, Ihre Familie, Ihre Gruppe oder Ihre Schulklasse. Thematisch sortiert bietet das Heft einen umfassenden Überblick über die verschiedensten Freizeitmöglichkeiten im Biosphärenreservat Rhön. Stellen Sie selbst für Ihre Reise oder Ihren Wochenend-Ausflug das passende Programm zusammen.
Genießen Sie die Rhöner Natur und Landschaft in vollen Zügen, erleben Sie die Faszination der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt! Lassen Sie sich begeistern vom Rhöner Handwerk und der Rhöner Gastlichkeit. Gerne können Sie beim Brotbacken oder Apfelpressen auch selbst mit anpacken.
„Finde ich einen Ausbildungsplatz, der mir Freude macht und mir eine berufliche Perspektive eröffnet?“ Viele Jugendliche stellen sich nach dem Haupt- oder Realschulabschluss besorgt diese Frage. Im Biosphärenreservat Rhön finden sie jetzt darauf eine Antwort.
2003 gründeten Handwerker, Gastronomen und Landwirte in Hilders den Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel e.V. In Zusammenarbeit mit der Konrad-Zuse-Schule und der Eduard-Stieler-Schule in Fulda wurden über 200 Praktika organisiert, um Jugendlichen einen Einblick in die Lebensmittelberufe zu ermöglichen.
The UNESCO nature reserve of the Rhön bears fruits: apples turn into apple juice and ciderfrom which apple sherry and sparkling apple wine are made. New orchards are created and more than 400 varieties of apples show clearly what is meant by the diversity of species in the cultural landscape of the Rhön.
The Rhön Apple Initiative created an umbrella organization that became the initiator and coordinator of the Rhön apple friends. This is not just a hobby, but also to build market economies.
Nature reserves (biospheres) serve as a kind of prototype area for the United Nations Educational, Scientific, and Cultural Organization (UNESCO). More than 450 nature reserves are spread throughout the whole world. They have to be organized in different zones or areas according to the regulations of the UNESCO - the heartland, the middle circle, and the circle for development and research.
29 core zones (Heartland) with an expanse of 2.700 ha are meanwhile to be found in the regional nature reserve of the Rhön. With their size they form smallest part of the nature reserve.
Ein starkes Partnernetzwerk
Über 200 engagierte Betriebe, die fünf Rhön-Landkreise
in Bayern, Hessen und Thüringen und das Biosphärenreservat
Rhön arbeiten im Verein Dachmarke Rhön e.V.
eng zusammen. Gemeinsam wird hier über die Markenentwicklung
entschieden.
Die Dachmarke Rhön GmbH ist für das Markenmanagement
zuständig. Sie vernetzt die Partnerbetriebe und
unterstützt sie durch gemeinsame Vermarktungsaktivi-
täten.
Daneben achtet sie auf die Einhaltung und Weiterentwicklung
der Qualitätskriterien.
Der Deutsche Edelkrebs (Astacus astacus) oder auch
Europäischer Flusskrebs genannt, war früher in fast allen
Bächen, Flüssen und Seen Europas verbreitet. Die
„Ritter unserer Fließgewässer" wurden jedoch durch
Gewässerverunreinigungen, Gewässerausbau und
durch eingesetzte amerikanische Krebsarten nahezu
ausgerottet. Heute versucht man vielerorts in Mitteleuropa
den Deutschen Edelkrebs in Gewässern, in denen
ihm keine Gefahren durch amerikanische Krebsarten
und Gewässerverschmutzung drohen, wieder heimisch
zu machen.
Auch in der Rhön gibt es seit 2000 ein Projekt,
um diese Tierart, welche vor 100 Jahren noch als
„Arme-Leute-Essen" galt und heute fast verschwunden
ist, wieder anzusiedeln und vielleicht zukünftig auch als
kulinarische Köstlichkeit zu etablieren.
Es hat ein weißes Fell, weiße hohe Beine, einen schwarzen schmalen Kopf ohne Hörner, und es gehört in die Rhön so wie die offenen Fernen und die basaltenen Höhen: das Rhönschaf.
Kaum vorzustellen, dass sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch mehr Schafe als Pferde, Rinder, Schweine und Ziegen zusammen auf den heimischen Weiden der Rhön getummelt haben. Seitdem hat das Rhönschaf eine bewegte Geschichte hinter sich gebracht. Vor 40 Jahren war es fast gänzlich aus der Rhön verschwunden und galt als vom Aussterben bedroht. In jüngster Zeit konnte jedoch eine beeindruckende Renaissance des Rhönschafes eingeleitet werden. Über 3.000 Muttertiere weiden inzwischen wieder in der Rhön.
Im Jahr 1991 wurde die Rhön als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Damit hat die Region die Aufgabe übernommen, sich als Modellregion für eine Nachhaltige Entwicklung zu profilieren. 15 Jahre später ist es nun an der Zeit, über die Umweltsituation in der Rhön Bilanz zu ziehen: Ist die Region auf dem richtigen Weg? Wie hat sich die Umwelt in diesem Zeitraum verändert? Was wurde im Umweltbereich erreicht, was gibt es noch zu tun?
Mit dem Umweltbericht Rhön leisten die Biosphärenreservatsverwaltungen und die an der Erstellung beteiligten Landesämter und Landesanstalten einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Umweltinformationsrichtlinie. Diese verpfl ichtet die Regierung und Stellen der öff entlichen Verwaltung auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene zur Herausgabe und Veröffentlichung von Daten.
Die weite, offene Mittelgebirgslandschaft der Rhön war und ist für Segel-, Drachen- und Modellflieger sowie für Paraglider ideal wegen der sich über den weiten Wiesenmatten bildenden Aufwinde. Darum ist es nicht erstaunlich, dass bereits im Jahre 1911 Darmstädter Studenten der Technischen Hochschule die besondere Eignung der freien Wiesenmatten auf der Wasserkuppe für ihren neuen Sport, den Segelflug, entdeckten. Vor allem durch die hier vollbrachten Pionierleistungen der Erforschung und Entwicklung des motorlosen Fliegens in den 1920er und 1930er Jahren erlangte der höchste Berg der Rhön Weltruf als „Geburtsstätte des Segelfluges“ und als „Berg der Flieger“.
In der Rhön sind 12 Arten als Überwinterungsgäste sicher nachgewiesen: Mopsfledermaus, Nordfledermaus, Breitflügelfledermaus, Wasserfledermaus, Kleine Bartfledermaus, Große Bartfledermaus, Fransenfledermaus, Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Zwergfledermaus, Graues Langohr und Braunes Langohr. Es ist aber bekannt, dass weitere vier Arten wie z.B. der Große Abendsegler die Rhön im Sommer aufsuchen. Für diese Fledermäuse ist die Rhön als Überwinterungsgebiet klimatisch eher ungeeignet. Große Bedeutung für den Bestand der Fledermäuse haben vor allem die Winterquartiere wie beispielsweise der Milseburgtunnel und die zahlreichen alten Felsenkeller.
Forschung ist der ursprüngliche Kern des Programms „Der Mensch und die Biosphäre" („Man and the Biosphere", MAB), welches 1970 von der UNESCO gegründet wurde mit dem Ziel, die komplexen Beziehungen zwischen dem Menschen und seiner Umwelt länderübergreifend und interdisziplinär zu erforschen.
Als Modellgebiete für diesen damals wie heute sehr anspruchsvollen Ansatz angewandter Forschung wurde 1974 das weltweite Netz der Biosphärenreservate initiiert und Gebiete ausgewiesen, die neben dem Schutz von Lebensräumen und der umweltverträglichen Nutzung der Naturgüter auch als Orte für die Durchführung dieser Forschung dienen sollen.
Der größte Wert der Nationalen Naturlandschaften sind – neben ihren Natur und Kulturschätzen – Menschen, die sich für sie begeistern; Menschen, die sich mit Freude für sie einsetzen und die in ihrem Engagement persönliche Erfüllung finden. Um diesen Wert dauerhaft zu erhalten, zu pflegen und wachsen zu lassen, ist ein professioneller Rahmen notwendig. Den Rahmen bietet das Freiwilligenprogramm der Nationalen Naturlandschaften „Freiwillige in Parks“.
Natur und Landschaft der Rhön sollen - trotz geringer werdender staatlicher Fördermittel - in hoher Qualität erhalten und weiterentwickelt werden. Das Grünlandprojekt soll Landwirten ermöglichen naturfördernd und dennoch (oder gerade deshalb) wirtschaftlicher zu arbeiten. Darüber wird eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze in der Landwirtschaft angestrebt. Ökologisch intakte Natur soll auch als wichtige Grundlage des Tourismus nachhaltig gefördert werden, denn der naturbezogene Fremdenverkehr ist eine dauerhafte Einkommensquelle der Rhöner. Daher soll über Flächennutzung auch der einmalige Landschaftscharakter des "Landes der offenen Fernen" erhalten bleiben. Erreicht werden diese Ziele durch großflächige extensive Beweidung.
Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, stammt aus dem Kaukasus. Im 19. Jahrhundert wurde das Riesen-Doldengewächs als botanische Attraktion in die heimischen Gärten und Parkanlagen eingeführt und verwilderte von dort aus. Wegen ihres Blütenreichtums wurde sie durch Imker ausgesät. Auch Jäger brachten sie als Deckungspflanze für das Wild aus.
Die Herkulesstaude ist ein sogenannter Neophyt. Dies sind Pflanzen, die ursprünglich nicht in Europa vorkamen und erst durch den Menschen zu uns gelangt sind. Durch ihre aggressive Ausbreitung stellt diese gebietsfremde Art zunehmend ein Problem für die Erhaltung der Artenvielfalt, auch im Biosphärenreservat Rhön, dar.
Die Bewahrung der biologischen Vielfalt und der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zählen zu den Hauptaufgaben unserer Gesellschaft. Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten und Biotope werden dabei in Zeiten knapper Kassen oft kritisiert, weil Erfolge nicht sofort sichtbar werden. Biosphärenreservate nehmen auch hier eine Modell- und Vorbildfunktion ein, weil dort lenkende Konzepte für langfristig erfolgreichen Naturschutz entwickelt und umgesetzt werden.
Unter der Leitung des Biologen Uwe Barth hat eine Arbeitsgruppe ein Artenschutzkonzept für die Pflanzenwelt des Biosphärenreservats Rhön zusammengestellt, auf dessen Grundlage seitdem gefährdete Pflanzen erfolgreich geschützt werden.
Das Junior-Ranger-Programm der Nationalen Naturlandschaften
ist ein Bildungs- und Freizeitprogramm, das allen
Kindern und Jugendlichen von 7- 12 Jahren offen steht.
Begleitet von Rangern und Bildungsbeauftragten
erkunden Junior Ranger die Nationalen Naturlandschaften.
Sie lernen die Werte, Aufgaben und Besonderheiten
der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks
kennen, begeben sich auf die Spur der Wildtiere, setzen
sich mit natürlichen, geschichtlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen auseinander und begleiten die
Ranger bei ihrer Arbeit.
Die UNESCO schreibt für die mittlerweile über 450 weltweit verteilt liegenden Biosphärenreservate eine Zonierung in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen vor. Im länderübergreifenden Biosphärenreservat Rhön wurden inzwischen 29 Kernzonen mit einer Fläche von etwa 2.700 Hektar ausgewiesen.
In den Kernzonen soll sich die Natur vom Menschen unbeeinflußt entwickeln. Sie sind daher von der Bewirtschaftung ausgenommen. Dadurch werden natürliche, dynamische Abläufe möglich, wie sie für intakte Ökosysteme kennzeichnend sind. Kernzonen im Biosphärenreservat Rhön sind sowohl naturnahe Laubwälder (Buchen- und Edellaubholzwälder) als auch Hochmoore und einige wenige Offenlandbereiche, in denen die natürliche Wiederbewaldung (Sukzession) beobachtet werden soll.
23.05.2013 - 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
24.05.2013 14.00 bis 17:00 Uhr
25.05.2013 - 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
25.05.2013 - 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
26.05.2013 - 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr