Biodiversitätsmonitoring im Biosphärenreservat Rhön

Der Begriff Biodiversitätsmonitoring beschreibt die systematische Erfassung der Tier- und Pflanzenwelt. Monitoring hilft, biologische Prozesse zu verstehen und Veränderungen der Umwelt aufzuzeigen. Langfristig soll so der Erhalt der Artenvielfalt gewährleistet und ein nachhaltiges Zusammenleben zwischen Mensch und Natur ermöglicht werden.

 

Unter Biodiversitätsmonitoring versteht man die systematische Erfassung der Artenvielfalt. Regelmäßige Bestandsaufnahmen der Tier- und Pflanzenwelt sind wichtige Voraussetzung, um langfristige Veränderungen der Natur zu erkennen und helfen uns, ökologische Prozesse zu verstehen.
So kann beispielsweise die regelmäßige Erfassung wärmeliebender Tier- und Pflanzenarten Aufschluss über die allgemeine Klimaveränderung geben. Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft hilft ökologisches Monitoring, Veränderungen der Artenvielfalt anhand von menschlicher Nutzung zu verstehen. Monitoring ist daher eine wesentliche Voraussetzung, um das nachhaltige Zusammenleben von Mensch und Natur zu gewährleisten.

Aufgrund der hohen Artenvielfalt und den vielfältigen Lebensräumen bietet das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön beste Voraussetzungen dafür, durch ökologisches Monitoring Strategien zum partnerschaftlichen Miteinander von Mensch und Umwelt zu finden: Anhand von systematischen Erfassungen der Tiere und Pflanzen in den Pflege- und Entwicklungszonen des Biosphärenreservats konnte gezeigt werden, dass sich die seit Jahrhunderten in der Rhön betriebene, extensive Nutzung von Ackerland, Weide und Streuobstwiesen positiv auf die Artenvielfalt auswirkt. In den Wäldern des UNESCO-Biosphärenreservates werden in enger Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben langfristige Veränderungen des Tier- und Pflanzenbestandes untersucht, um die naturnahe Waldwirtschaft zu unterstützen. Das wissenschaftliche Monitoring in den aus der Nutzung genommenen Kernzonen macht als Vergleich hierzu die vom Menschen unbeeinflussten ökologischen Prozesse deutlich.

Biologische Bestandserfassungen werden im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön länderübergreifend konzipiert. Bei der Untersuchung kleinräumiger Flächen werden zwischen den Bundesländern einheitliche Methoden genutzt, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten und allgemeine Schlussfolgerungen für das gesamte Biosphärenreservat zu ermöglichen. Hierbei wird deutlich, dass ökologisches Monitoring nicht von wenigen Einzelpersonen, sondern nur in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit zu erreichen ist: In enger Kooperation arbeiten die Verwaltungsstellen mit Fachgutachtern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie verschiedenen Verbänden. Aber auch das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher („Citizen Science“) ist eine große Hilfe für die Erfassung der Biodiversität. Den Verwaltungsstellen in Bayern, Hessen und Thüringen fällt hierbei die Koordination der einzelnen Akteure zu; sie dienen als Ansprechpartner und Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Ehrenamt und Behörden.

 

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