Vom Todesstreifen zur Lebenslinie – Ausstellung des Biosphärenreservats

Der Fall der Mauer bot nicht nur den Menschen einmalige Chancen, sondern auch der Natur. Im Obergeschoss des Hauses auf der Grenze am Point Alpha zeigt das die Ausstellung des Biosphärenreservats Rhön. Diese setzt die Ausstellung im Erdgeschoss über den Kalten Krieg und die Grenze chronologisch fort – und bietet mit dieser Kombination ein in Deutschland einmaliges Konzept.

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs begann eine bis heute anhaltende Entwicklung zum Grünen Band und zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Die Ausstellung erklärt die zahlreichen seltenen Tiere und Pflanzen, die sich dorthin zurückgezogen haben. Und sie berichtet über den Einsatz der Naturschützer, der all das erst ermöglichte. Anschaulich abgerundet wird die Schau durch die Entstehungsgeschichte der Rhön als „Land der offenen Fernen“.

 

 

Grünes Band - Entstehung und Entwicklung

Naturschützer erkannten schnell nach der Grenzöffnung das Potential des Todesstreifens als neue Lebenslinie. Denn hier hatten sich Tier- und Pflanzenwelt einen fast unberührten Lebensraum erobert. In der Ausstellung erzählen Zeitzeugen, wie aus dem Sperrgebiet das Grüne Band wurde. Interaktive Karten erläutern die Hintergründe, eine bebilderte Chronologie zeigt die Entwicklung, und ein kurzer Film stellt typische Orte im Biosphärenreservat mit ihrer besonderen Flora und Fauna vor. Auch vergleichbare Initiativen in anderen Ländern sind ein Thema der Ausstellung.

 

 

 

 

 

Die Rhön – reich an Arten und an Vielfalt der Lebensräume

Auch nach der Wiedervereinigung bleibt die Rhön ein Geheimtipp für Naturliebhaber. Dabei liegt sie mitten in Deutschland. Kalkmagerrasen, markante Kegelberge, Hochmoore, Laubwälder und artenreiche Wiesen sind nur eine kleine Auswahl der Lebens-räume welche die Rhön in Thüringen, Hessen und Bayern widerspiegelt. Die UNESCO hat weite Teile der Kulturlandschaft Rhön schon 1991 als Biosphärenreservat ausgezeichnet. 2014 erfolgte eine Flächenerweiterung des Biosphärenreservats Rhön in Bayern.
Die Ausstellung präsentiert Skulpturen der heimischen Tiere und Pflanzen wie u.a. Rotmilan, Wasseramsel und Wildkatze sowie Silberdistel und Orchidee. Sie laden zum Anfassen und Erkunden ein. Auch die Junior-Ranger präsentieren sich und bieten den jungen Besuchern an, sich in der Gruppe zu engagieren.

 

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