Die Alpenspitzmaus – ein Spezialist für kühle und feuchte Blockhalden

Die Alpenspitzmaus gilt als voreiszeitliches Tier, welches heute nur noch in einigen Rückzugsgebieten des Mittelgebirges zu finden ist. Aufgrund ihrer geringen Individuendichte ist die Alpenspitzmaus nur wenig erforscht.

Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist diese besondere Art aufgrund der felsigen, geröllreichen, schattig-kühlen Buchen- und Mischwäldern mit alten, totholzdurchsetzten Baumbeständen ein besonderer Rückzugsraum.

Alpenspitzmäuse (Sorex alpinus) sind annähernd so groß wie die häufig vorkommende Waldspitzmaus. Im Vergleich zur Waldspitzmaus hat sie längere Ohren und Hinterfüße. Markant und unverwechselbar sind der etwa körperlange Schwanz mit seiner kurzen und gleichmäßigen Behaarung.

Die Alpenspitzmaus ist ein guter Kletterer in den Blockhalden. Ihre Beute jagt sie überwiegend unterirdisch bzw. im spaltenreichen Geröll. Ihre Hauptnahrung sind Wirbellose sowie Würmer, Spinnen und Asseln.


Die Alpenspitzmaus gehört gesetzlich zu den besonders geschützten Tieren und ist in der Roten Liste als eine vom Aussterben bedrohte Art aufgeführt.

In Deutschland kommt sie nur inselartig vor. Lediglich im Alpenraum bewohnt sie größere zusammenhängende Lebensräume. Diese von ihr bewohnten Biotope befinden sich meistens in Geländelage über etwa 400 m Höhe.

 

Die Rhön als Lebensraum für die Alpenspitzmaus

Typischer Lebensraum für die Alpenspitzmaus sind kühle und feuchte Blockhalden, hohlraumreiche Gesteinslagen mit dichten Moospolstern, kleine Bäche mit blockigen Uferböschungen und Hohlräumen.

Diese Biotoptypen sind sehr selten und meistens nur kleinflächig. Diese Vorkommen liegen in der Rhön isoliert. Auch in den Basaltblockfeldern in geschlossenen und lichteren Laubmischwäldern mit hohem Totholzanteil in der Rhön konnten Alpenspitzmäuse nachgewiesen werden.

 

Lebensraum der Alpenspitzmaus (Foto: K.Marbach, BR Rhön)

Basaltblockhalde, Thüringen (Foto: K.Marbach, BR Rhön)

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