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C7 Landschaft und Landschaftsentwicklung

Die Landnutzung im Biosphärenreservat ist Ausdruck der naturräumlichen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Bedingungen und ist über Jahrhunderte geformt worden. Die Rhön als „Land der offenen Fernen“ konnte trotz einschneidender Veränderungen der Rahmenbedingungen insbesondere für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung ihren einzigartigen Charakter als nur wenig bewaldete und sehr extensiv genutzte Mittelgebirgsregion bewahren.
Große zusammenhängende Räume mit geringer Fragmentierung, Zerschneidung und Verlärmung durch Siedlungs- und Verkehrsflächen stellen eine endliche Ressource dar und können, wenn überhaupt, dann nur mit hohem Aufwand wieder hergestellt werden. Für viele Tier- und Pflanzenarten bedeutet eine weitere Zerschneidung und Verinselung einen irreversiblen Verlust an Lebensraum. Die Steuerung der Siedlungs- und Verkehrsflächenentwicklung im Biosphärenreservat muss darauf abzielen, die noch vorhandenen unzerschnittenen Räume zu erhalten.
Foto C5 01
Foto: K.-F. Abe, thüringische Verwaltungsstelle
Die Entwicklung der Hauptnutzungsformen in den letzten Jahren entspricht weitestgehend den Zielen des Biosphärenreservats, die Grünlandflächen zur erhalten und die Ausdehnung von Wald zu verhindern.
Die Landnutzung wird einheitlicher, dadurch dass größere landwirtschaftliche Betriebseinheiten entstehen. In der Folge verliert die Landschaft an Nutzungsvielfalt. Der Verlust von Kleinstrukturen bei der Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen muss verhindert werden.
Über die Hälfte des Biosphärenreservats ist als unzerschnittener verkehrsarmer Raum klassifiziert. Das übersteigt den Bundesdurchschnitt von ca. 21 % sehr deutlich.
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