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C5.1 Biologische und chemische Gewässerqualität

Hintergrund

Gewässer können sowohl durch direkte Einleitungen als auch durch diffuse Einträge belastet werden.
 
Abwasser und Kläranlagen:
Querverweis auf Kap. B9.2 Kap. B9.2
 
Acker / Grünland-Verteilung:
Querverweis auf Kap. C7.1, Tab. 75 Kap. C7.1, Tab. 75
 
Deposition von Stickstoffverbindungen:
Querverweis auf Kap. C1.2 Kap. C1.2
Gesamtsäureeintrag:
Querverweis auf Kap. C1.2 Kap. C1.2

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: WWA KG
HE: HLUG
TH: TLUG
Datenquelle:
Gewässergütekarten
räumlich: Gewässerabschnitte
zeitlich:
BY: 1975-1984, 1985-1994, 1995-2004
HE: 1976, 1986, 1994, 2000, 2005
TH: 1993, 2003
Datenlücken:
in BY und TH ältere Daten der Gewässergüte nur teilweise im GIS erfasst
Datenhalter:
BY: LfU
HE: HLUG
TH: TLUG
Datenquelle:
Gütemessprogamme (Landes- und Regionalmessnetze)
räumlich: 13 punktuelle Messungen
zeitlich:
BY: 1997, 1999, 2004
HE: 1999, 2004
TH: 1997, 2004
Datenlücken:
keine
Datenhalter:
BY: LfU
Datenquelle:
Programm Versauerung
räumlich: 7 Messstellen
zeitlich: 1994 bis 2005
Datenlücken:
keine Daten für den hessischen und thüringischen Teil
Datenhalter:
HE: HLUG
Datenquelle:
Programm Gewässerqualität von Badegewässern in Hessen
räumlich: 1 Messstelle
zeitlich: 2004
Datenlücken:
TH: keine Daten

Situation und Entwicklung

Gewässergüte stehender Gewässer

stehende Gewässer in der Rhön von direkten Einleitungen nahezu nicht betroffen
Extensivierung der umgebenden landwirtschaftlich genutzten Flächen entlastet Bernshäuser Kutte.

Biologische Gewässergüte von Fließgewässern

in den letzten 30 Jahren erhebliche Verbesserungen der biologischen Gewässergüte in ganz Bayern, Hessen und Thüringen
seit den späten 1970er Jahren deutliche Verbesserung der biologischen Gewässergüte im Biosphärenreservat
viele Oberläufe der Rhönbäche traditionell unbelastet oder nur gering belastet
zwischen 1975 und 1984 Belastungsschwerpunkte durch Abwassereinleitungen unterhalb von Siedlungsbereichen
Abwasserreinigung und Wasserqualität:
Querverweis auf Kap. B9.2 Kap. B9.2
zwischen 1985 und 1994 flächendeckend deutliche Verbesserung der Gewässergüte
Standorte kommunaler Abwasserreinigungs-
anlagen:
Querverweis auf Kap. B9.2, Abb. 33 Kap. B9.2, Abb. 33
seit ca. 10 Jahren nur noch 5 % der kartierten Gewässer schlechter als Güteklasse II

Chemische Gewässergüte

Chemische Beschaffenheit der Rhöngewässer ist hauptsächlich von den Gesteinsverhältnissen geprägt.
Rhöngewässer im Durchschnitt gering oder mäßig belastet
teilweise starke Schwankungen im Jahresverlauf
starke Belastungen der Lauter insbesondere in den Sommermonaten

Problemstoffe in Oberflächengewässern

Auch wenn Schadstofffrachten mengenmäßig gering sind, kann die Schadwirkung der Stoffe bedeutend sein.
 
nur wenige Untersuchungen zu Problemstoffen in den Rhöngewässern

Versauerung der oberirdischen Gewässer

keine nennenswerten Versauerungsprozesse an den beobachteten Gewässern

Bewertung

Verbesserung der biologischen Gewässergüte ist großer Erfolg, aber zum Erreichen eines guten ökologischen Gewässerzustands bedarf es weiterer Maßnahmen.
 
Gewässermonitoring und Wasserrahmenrichtlinie:
Querverweis auf Kap. C5.3 Kap. C5.3

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Maßnahmen zur Verbesserung der Abwassereinigung:
Querverweis auf Kap. B9.2 Kap. B9.2
 
konservierende Bodenbearbeitung:
Querverweis auf Kap. C3.1 Kap. C3.1, S. 234

Im Überblick

Ca. 95 % der kartierten Gewässer erreichen die angestrebte biologische Gewässergüte.
Chemische Gewässergüte der Rhöngewässer zeigt sehr positives Bild.
Natürliche Ursache für zeitweise deutliche Versauerung des Eisgrabens
[i] HLUG – Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (Hrsg.) 2006: Jahresbericht 2005. Veröffentlichung in Vorbereitung.
[ii] TGL 22764: Technische Güter- und Lieferbestimmung (1981-03-00): Nutzung und Schutz der Gewässer. Klassifizierung der Wasser-Beschaffenheit von Fließgewässern.
[iii] LfU – Bayerisches Landesamt für Umwelt (Hrsg.) 2006: Landesmessnetz Fließgewässerbeschaffenheit - Untersuchungsprogramm
Chemie Standard (Ch). http://www.bayern.de/lfw/technik/gkd/lmn/fliessgewaesser_seen/qual_fliessgew/mp_chem_standard.htm (Abruf: 05.10.2006)
[iv] Institut Dr. Flad o.J.: Chemischer Index und Gewässergüte - Die Bestimmung eines Chemischen Indexes zur Ermittlung der Gewässergüteklasse von Fließgewässern. http://www.chf.de/eduthek/chemischer-index/Chemischer_Index.pdf (Abruf: 05.10.2006)
[v] LfW – Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft (Hrsg.) 2001: Gewässergütekarte Bayern – Saprobie - Stand Dezember 2001. http://www.bayern.de/lfw/daten/mengen_qualitaet/neukarten/a3/saprobie.pdf (Abruf: 05.10.2006)
[vi] LfU – Landesamt für Umwelt 2006: Umweltindikatorensystem Bayern – Indikator Gewässergüte. http://www.bayern.de/lfu/umwelt_qual/umweltindikatoren/indikatoren/detail_indikatoren.php?id=11&navid=1&subnav=2 (Abruf: 05.10.2006)
[vii] TMLNU 2004: a.a.O.
[viii] HLUG 2006: a.a.O.
[ix] weitere Informationen zur Beschaffenheit der Fließgewässer in Thüringen: http://www.tlug-jena.de/umweltdaten2006/wasser/pdf/guetekarte2004.pdf (Abruf: 06.11.2006)
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