C2 Eintrag von Problemstoffen
Schwermetalle und bestimmte organische Verbindungen wie Dioxine und PCB werden
den persistenten, d.h. schwer abbaubaren Stoffen zugerechnet. Sie können sich
in den Umweltmedien sowie im tierischen und menschlichen Gewebe anreichern. Bereits
die Aufnahme geringer Mengen kann toxische Wirkung hervorrufen. Zu den Problemstoffen
gehören aber auch nicht persistente Stoffe, u. a. zahlreiche Pflanzenschutzmittel.
Auch wenn akute Schadwirkungen bei den derzeitigen Hintergrundeinträgen nicht
bekannt sind, sind Langzeitwirkungen oder mögliche ökotoxische Kombinationswirkungen
nicht generell auszuschließen. Auch ländliche Gebiete fernab größerer industrieller
Anlagen wie das Biosphärenreservat Rhön sind nicht gänzlich frei von Problemstoffen.
Foto:Doris Pokorny©
Auch wenn im Biosphärenreservat keine größere industrielle
Nutzung stattfindet und die Landwirtschaft auf großer Fläche extensiv betrieben
wird, ist das Gebiet nicht frei von Einträgen anorganischer und persistenter organischer
Schadstoffe. Zum einen werden insbesondere persistente Substanzen auch über größere
Entfernungen über den Luftweg verfrachtet. Zum anderen gibt es z. B. mit der Holzverbrennung
auch im ländlichen Raum relevante Emissionsquellen.
Geogen bedingt treten im Biosphärenreservat örtlich
hohe Schwermetallgehalte in den Böden auf. Diese sind in der Regel immobil, das
heißt fest an die Bodenpartikel gebunden. Auf versauernden Waldböden und nicht
ausreichend mit Kalk versorgten landwirtschaftlichen Böden ist eine geringfügige
Mobilisierung und ein damit verbundener Austrag der Schwermetalle aus den Böden
nicht ausgeschlossen.
Das Grundwasser ist im Biosphärenreservat nahezu unbelastet
von Schadstoffen.