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C1 Einträge von Nährstoffen und Säurebildnern

Nährstoff- und Säureeinträge haben in den letzten Jahrzehnten die Entwicklung vieler Ökosysteme stark beeinflusst. Übermäßige Einträge führten auf vielen Standorten in Deutschland zu Nährstoffanreicherung und Versauerung von Böden und zu unerwünschtem Austrag insbesondere von Nitrat und Schwermetallen in das Grundwasser. Die Erhaltung der selten gewordenen nährstoffarmen Standorte mit ihren charakteristischen Lebensgemeinschaften und der Schutz des Grundwassers liegen im besonderen Interesse des Biosphärenreservats. Daher wurden hier in den letzten Jahren konsequent Strategien der Nutzungsextensivierung umgesetzt. Foto C1 01
Foto: Jürgen Holzhausen
Der Verkehr ist einer der wichtigsten Emittenten im Biosphärenreservat. Weitere Steigerungen des Verkehrsaufkommens werden die mit technischen Maßnahmen bisher erreichte Emissionsminderung kompensieren.
Der absinkende Trend der Stickstoff- und Säureeinträge ist in den letzten ca. 10 Jahren deutlich schwächer geworden. Das Eintragsniveau ist heute allgemein eher niedrig. Dennoch werden im Wald z.T. noch die kritischen Eintragsraten für Stickstoff überschritten.
Das Wirtschaftsgrünland, z. T. auch Ackerland, zeigt in Folge konsequent betriebener Extensivierung deutliche Aushagerungserscheinungen. Die Grünlandflächen geraten z.T. an die Grenzen ihrer nachhaltigen Nutzbarkeit.
Die Waldböden auf Buntsandsteinstandorten sind überwiegend tiefgründig versauert. Hier können in Zukunft nur noch geringe Immissionsbelastungen abgepuffert werden. Auch auf pufferfähigeren Kalk- und Basaltstandorten können bereits in einigen Bereichen oberflächennahe Versauerungen in den Decksedimenten vorgefunden werden.
Derzeit gibt es keine unmittelbaren Hinweise auf Vegetationsveränderungen auf landwirtschaftlichen nicht genutzten Offenlandflächen, die primär auf die Eutrophierung der Wuchsstandorte zurückzuführen wären.
Das Grundwasser im Biosphärenreservat ist weitgehend unbeeinflusst bzw. nur gering belastet. Der Nitratgrenzwert für Trinkwasser wird nur an wenigen Messstellen überschritten.
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