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C1.5 Eutrophierung und Versauerung des Grundwassers

Hintergrund

In der Rhön besteht aufgrund starker Sickerwas­
serbildung Risiko von Stoffeinträgen in das Grundwasser.

 
Grundwasserneubildung und Stoffaustrag:
Querverweis auf Kap. C10.2 Kap. C10.2
Aufgrund fehlender Deckschichten können Niederschläge im geklüfteten oberflächennahen Bereich rasch ins Grundwasser durchsickern
 
Trinkwassergewinnung:
Querverweis auf Kap. B9.1 Kap. B9.1
Das Grundwasser ist, unabhängig von seiner Bedeutung für die Trinkwassergewinnung, schützenswerter Lebensraum.

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
BY: LfU
HE: HLUG
TH: TLUG
Datenquelle:
EU-Wasserrahmen-
richtlinie, Bestandsaufnahme
räumlich: Grundwasserkörper
zeitlich: Stand 2006
Datenlücken:
keine
 Abb. 57: Messnetz der Grundwasserbeschaffenheit - zum Vergrößern bitte anklicken
Abb. 57: Messnetz der Grundwasserbeschaffenheit
Datenhalter:
BY: LfU
HE: HLUG
TH: TLUG
Datenquelle:
Grundwasserbeschaf-
fenheitsmessnetze der Länder und Trinkwasserbrunnen
räumlich: 16 Landesmessstellen + 1 Messstelle außerhalb,
4 Trinkwasserbrunnen im bayerischen Teil
zeitlich: 1990-2004
Datenlücken:
nur wenige Daten zu Phosphat im Grundwasser

Situation und Entwicklung

Grundwasser und Wasserrahmenrichtlinie

Erreichung des guten chemischen Grundwasserzustands im Einzugsgebiet der Fulda gefährdet
Ergebnisse der Bestands­aufnahme von 2004 nur begrenzt auf das Biosphärenreservat übertragbar

Nitrat im Grundwasser

anthropogene Einflüsse als Ursache für hohe Stickstoffkonzentra-
tionen im Grundwasser
positive Wirkung von Wald und extensiverer Flächennutzungen auf die Grundwasserqualität
 
Baumartenzusammen-
setzung:
Querverweis auf Kap. B4.1 Kap. B4.1
 
Überschreitung von Critical Loads für Stickstoff:
Querverweis auf Kap. C1.2 Kap. C1.2
  Abb. 58: Einschätzung der Erreichung eines guten chemischen Grundwasserzustands - zum Vergrößern bitte anklicken
Abb. 58: Einschätzung der Erreichung eines guten chemischen Grundwasserzustands
Nitratwerte von über 50 mg / l nur im Bereich des Muschelkalks und im flacheren Grundwasser der Buntsandstein-
gebiete mit hoher Bewirtschaftungs-
intensität
Abb. 60: Nitratgehalte des Grundwassers an der bayerischen Messstelle Oberwaldbehrungen
Umsetzung einer guten fachlichen Praxis in der Landbewirtschaftung mindert Nitratkonzen-
trationen im Grundwasser.

Phosphat im Grundwasser

Phosphatgehalte über 0,01 bis 0,03 mg / l deuten auf geogene Besonderheiten oder anthropogene Einflüsse hin.
Phosphat in Fließgewässern:
 Querverweis auf Kap. C5.1 Kap. C5.1
Insbesondere im Buntsandsteingebiet, z.T. auch im Muschelkalk, werden Phosphatwerte gemessen, die auf eutrophierende Wirkungen hinweisen.

Grundwasserversauerung

Grundwasser bereichsweise, insbesondere im Buntsandstein, mäßig versauert
Spätfolgen des „sauren Regens“ im Grundwasser noch immer spürbar
Wiedererholung von versauertem Grundwasser durch anhaltende luft­bürtige Nitrateinträge verzögert

Bewertung

Grundwasser im Biosphärenreservat weitgehend unbeeinflusst bzw. nur gering belastet
 Überschreitung des Trinkwassergrenzwerts für Nitrat an nur einer Messstelle

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Düngeniveau im Biosphärenreservat :
Querverweis auf Kap. C1.1 Kap. C1.1
 
Waldumbau:
Querverweis auf Kap. B4.1 Kap. B4.1
 
Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen:
Querverweis auf Kap. C1.1 Kap. C1.1

Im Überblick

Grundwasser im Biosphärenreservat weitgehend unbeeinflusst bzw. nur gering belastet
Versauerung des Grundwassers kann nur zögerlich wieder rückgeführt werden.
[x] BMU – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit 1999: Umwelt, eine Information des Bundesumweltministeriums. Nr. 3/1999, Berlin: 125-126.
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