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C1.3 Eutrophierung und Versauerung von Böden

Hintergrund

Stoffwechselprozesse in Böden werden von stofflichen Einträgen wesentlich bestimmt.

Datenlage und Informationen

Datenhalter:
HE: LLH, LHL
Datenquelle:
Bodenuntersuchungen im Rahmen der Düngeberatung
räumlich: punktuell in ganz Hessen, 13.406 Bodenproben im hessischen Teil des Biosphärenreservats
zeitlich: 1991 - 2004
Datenlücken:
keine systematische Erfassung, von Jahr zu Jahr stark schwankende Probenanzahl
Datenhalter:
TH: TLL
Datenquelle:
Nährstoffdynamik-
Dauertestflächen
räumlich: 8 Ackerflächen
zeitlich: 1996-2005
Datenlücken:
keine
Datenhalter:
TH: TLL
Datenquelle:
Sonderuntersuchungen
räumlich: Grünlandgebiet in Vorderen Rhön
zeitlich: 1986, 1999
Datenlücken:
keine systematische Erfassung
Datenhalter:
TH: TLL, TLUG, TLWJF
Datenquelle:
Bodendauerbeobach-
tungsflächen (BDF)
räumlich: Kaltenwestheim, Frankenheim
zeitlich: 1994 - 2005
Datenlücken:
keine
Datenhalter:
HE: Hessen-Forst FENA,
NW-FVA
Datenquelle:
Bodenzustandserhebung
räumlich: bundeseinheitliche Stichprobeninventur im 8 km x 8km Raster,
zeitlich: 1988 bis 1992 sowie 2006 bis 2008
Standortserkundung
zeitlich: hessisches Verfahren von 1961
Datenlücken:
keine

Situation und Entwicklung

Nährstoffversorgung von Grünland

seit Anerkennung des Biosphärenreservats deutliche Zunahme der mit Phosphor unterversorgter Grünlandflächen im hessischen Teil ...
... vergleichbare Situation bezüglich der Kaliumversorgung
Die Darstellung der Nährstoffgehalte für die Landwirtschaftliche Praxis erfolgt üblicherweise in Form von Gehaltsklassen von A bis D. Darin stehen die Klassen A und B für sehr niedrigen bzw. niedrigen, die Klasse C für mittleren, die Klas­sen D und E für hohen bzw. sehr hohen Nährstoffgehalt.
Im Falle des pH-Werts steht die Klasse A für erforderliche Gesundungskalkung, B für Aufkalkung, C für Erhaltungskalkung und D für nicht kalkbedürftig. Die jeweiligen Grenze für die Klassen werden in Abhängigkeit von der Bodenart festgelegt.
in unterschiedlichen Bodentiefen abnehmende Stickstoffgehalte in extensiv bewirtschafteten Grünlandböden im thüringischen Teil
auch im thüringischen Teil Grünlandböden mit Phosphor unterversorgt

Nährstoffversorgung von Ackerland

Trend der Nährstoffverarmung auf den Ackerflächen im Biosphärenreservat deutlich geringer als im Grünland
Acht ausgewählte Testflächen auf Ackerland im Thüringer Teil des Biosphärenreservats weisen nach wie vor eine gute Kalk-, Phosphor- und Magnesiumversorgung in den Gehaltsklassen C bis E auf (s. Tab. 56). Die Kaliumgehalte schwanken zwischen den Gehaltsklassen B und D. Die Stickstoffdüngung des Ackerlands erfolgt weitgehend bedarfsgerecht.

Bodenversauerung

Versauerung von Waldböden auf versauerungs-
empfindlichen Standorten z.T. kritisch

Bewertung

Erhaltung nährstoffarmer Böden liegt im Interesse des Biosphärenreservats, dennoch muss nachhaltige landwirtschaftliche Nutzbarkeit der Böden sichergestellt werden.

Aktivitäten und Handlungsbedarf

Strategie der konsequenten Extensivierung muss differenziert werden
Entwicklung der Goldhafer- und Glatthaferwiesen:
Querverweis auf Kap. C8.2 Kap. C8.2
 
KULAP Thüringen:
Querverweis auf Kap. B3.2 Kap. B3.2
Waldumbau:
Querverweis auf Kap. B4.1 Kap. B4.1

Im Überblick

auf Grünlandböden deutliche Auswirkungen der extensiven Bewirtschaftung im Biosphärenreservat erkennbar
Strategie der konsequenten Extensivierung muss differenziert werden.
Problem einer Eutrophierung und / oder Versauerung ist im Wesentlichen auf Böden im Wald und des nicht landwirtschaftlich genutzten Offenlands beschränkt.
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